Rundgang mit Gartenamtsleiter

So könnte die Landesgartenschau in Pirmasens aussehen

André Jankwitz leitet seit 25 Jahren das Gartenamt in Pirmasens. Doch bald geht er in Rente. Sein größter Traum: Die Landesgartenschau 2032 in die Stadt zu bringen.

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Stand

Falls die Landesgartenschau (LGS) im Jahr 2032 nach Pirmasens kommt - wie wird sie aussehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich André Jankwitz seit Monaten. Wir begleiten den Landschaftsarchitekten durch Pirmasens und er erklärt uns, was er sich für die wichtigsten Punkte der geplanten Gartenschau vorstellen könnte. Fest steht: Die Gartenschau soll sich durch die gesamte Innenstadt bis zum Hauptgelände am Eisweiher schlängeln. Deshalb startet unsere Tour an der Kaffeetreppe unterhalb der Fußgängerzone.

Kaffeetreppe in der Pirmasenser Innenstadt

Die Kaffeetreppe in Pirmasens ist eine beliebte Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Stadtrand. Sie wird gerne von den Pirmasensern benutzt, um beispielsweise vom Strecktalpark in die Innenstadt zu kommen.  Aktuell sieht das Areal um die Treppe allerdings eher trist aus. Geht es nach André Jankwitz, soll sich das für die LGS ändern. Ihm schwebt eine barrierefreie Verbindung vor – zum Beispiel mit Rampen. Die Fläche um die Treppe soll außerdem grüner werden und Spielmöglichkeiten für Kinder bieten. Außerdem schwebt Jankwitz für den oberen Bereich ein öffentlicher Bürgergarten vor. Menschen könnten dort ihr eigenes Gemüse anbauen.

Alter Friedhof spendet im Sommer Schatten

Weiter geht’s über die Kaffeetreppe in die Fußgängerzone in Richtung Alter Friedhof. Auf dem Weg dorthin zeigt uns Jankwitz immer wieder, wo beispielsweise in der Fußgängerzone Bäume gepflanzt oder Spielstationen gebaut werden könnten, um das Stadtbild für die Gartenschau schöner zu gestalten. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Fußgängerzone und die Buchsweilerstraße sind wir am Alten Friedhof angekommen. Hier soll ein kleiner Märchenwald entstehen. "Wir können viele Themen hier sichtbar machen, zum Beispiel die Friedhofs- und Steinmetzkultur", so Jankwitz. Besonders wichtig dabei: Alle baulichen Eingriffe sollen mit Blick auf den Denkmalschutz "ganz behutsam" ablaufen.

Vom Alten Friedhof in den Pfälzerwald

Von der Stadt Pirmasens direkt auf die Wanderwege im Pfälzerwald – das soll die Landesgartenschau möglich machen. Doch dafür braucht es eine Verbindung durch das Rauschenbrunnertal Richtung Eisweiher. Eine solche soll hier in der Strobelallee entstehen. Noch sieht es da aber so aus:

Die Landesgartenschau in Pirmasens
Hier könnte der Zugang zum Rauschenbrunnertal entstehen. Von dort wären Besucherinnen und Besucher fußläufig in wenigen Minuten am Eisweiher.

Doch die Brachfläche könnte durch einen angelegten, barrierefreien Weg ersetzt werden. Eine kleine Herausforderung: Der Höhenunterschied von der Strobelallee bis ins Tal beträgt knapp 80 Höhenmeter.

Vom Rauschenbrunnertal zum Eisweiher Pirmasens

Zwischen dem Rauschenbrunnertal und dem Eisweiher könnten weitere Highlights auf Besucher warten. Zum Beispiel ein kleiner Abenteuerpfad zu einer versteckten Quelle. Aktuell ist hier die Stadtgärtnerei – die wird aber umziehen.

Die Landesgartenschau in Pirmasens
Eine versteckte Quelle mitten in Pirmasens. Hier könnte ein Abenteuerpfad entstehen.

Eisweiher soll Hauptgelände der Landesgartenschau werden

"Die Vision ist, dass wir das Gelände aufwerten. Viel mehr Spielmöglichkeiten anbieten. Wir wollen die Leute näher an das Wasser heranbringen und wir wollen eine Bühne haben, die wir auch langfristig nutzen können", sagt Jankwitz. Rund um den Eisweiher könnte aber auch ein Waldspielplatz und unterschiedliche Sportmöglichkeiten entstehen. Natürlich dürfen dann auch keine Essensmöglichkeiten und Toiletten fehlen.

Damit in Pirmasens ein zusammenhängendes Gartenschaugelände entstehen kann, sind allerdings auch noch einige Bauarbeiten notwendig. Einige Punkte sind durch Straßen getrennt, hier wird aktuell nach passenden Lösungen gesucht.

Landesgartenschau würde "mein Leben abrunden"

Für André Jankwitz ginge ein Traum in Erfüllung, wenn die Gartenschau nach Pirmasens kommen würde und das, obwohl er bald in Rente geht und gar nicht mehr aktiv bei der möglichen Ausgestaltung im Dienst wäre. "Die Stadt mit dem Pfälzerwald zu verbinden – das fehlt mir. Wenn ich das mit meinen Ideen aber immerhin auf den Weg bringen könnte – dann reicht mir das vollkommen aus."

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