Nach Angaben der zuständigen Behörden beschränken sich die aktuellen Vorkommen auf den Donnersbergkreis und die Südwestpfalz. Vor rund zwei Monaten wurden in Steinborn, einem Stadtteil von Eisenberg, mehrere Nester der Ameisenart entdeckt. Schädlingsbekämpfer Patrick Gerlach wurde beauftragt, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Sein Appell an die Gemeinde ist klar: Nur durch gemeinsames Handeln können die Ameisen wirksam bekämpft werden. Wenn nur ein Haushalt nicht mitmacht, würden Maßnahmen verpuffen und die Ameisenart sich erneut ausbreiten.
Bekämpfung der Ameisen in Steinbach muss koordiniert werden
Um die Bevölkerung zu informieren und ein koordiniertes Vorgehen sicherzustellen, fand vor zwei Wochen eine Bürgerversammlung statt. Daran nahmen etwa 50 bis 60 Bürger teil. Nun liege es an der Politik, weitere Schritte einzuleiten und die Bürger zur Zusammenarbeit zu motivieren, so der Schädlingsbekämpfer.
Hinterweidenthal: Erste Maßnahmen gegen Ameisenkolonie auf dem Friedhof
Auch in Hinterweidenthal wurde vor etwa einem Monat eine Kolonie von Tapinoma magnum auf einem Friedhof entdeckt. Die Kreisverwaltung berichtet, dass die Lage dort bislang stabil sei. Die Ortsgemeinde setzt auf verschiedene Methoden, um eine Ausbreitung der Ameisen zu verhindern. Unter anderem wird Kieselgur, ein natürliches Mittel zur Schädlingsbekämpfung, verwendet. Dieses Pulver, das aus fossilen Kieselalgen besteht, trocknet die Ameisen aus und behindert ihre Ausbreitung.
Zweite Kolonie in Südwestpfalz entdeckt?
Es gibt jedoch den Verdacht, dass sich eine zweite Kolonie auf einem nahegelegenen Privatgrundstück angesiedelt hat. Ein Fachunternehmen wurde beauftragt, die Situation zu überprüfen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Bislang gibt es laut den zuständigen Kreisverwaltungen keine weiteren Meldungen über Vorkommen von Tapinoma magnum im Donnersbergkreis und der Südwestpfalz.
Sie bilden riesige Kolonien FAQ: Was kann man gegen invasive Ameisenarten machen?
Ameisenarten aus Südeuropa machen sich in RLP breit. Ihre Ameisenbauten können ganze Gärten untertunneln. So sollte man laut Experten vorgehen.
Warum ist Tapinoma magnum so gefährlich?
Die invasive Ameisenart Tapinoma magnum stellt eine erhebliche Bedrohung für die betroffenen Regionen dar. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum eingeschleppt, breitet sich die Art seit Monaten in der Pfalz aus. Die Ameisen verursachen Schäden in Gärten und Gebäuden. Sie können Straßen und Gehwege unterhöhlen, in Häuser eindringen, wo sie schwer zu bekämpfen sind und Pflanzen und Böden schädigen.
Weitere betroffene Regionen in der Pfalz
Neben dem Donnersbergkreis und der Südwestpfalz sind auch andere Regionen der Pfalz betroffen. Hierzu zählen unter anderem Frankenthal, Edenkoben oder Landau.