Luftwaffe übt mit Tornados auf Flughafen

Kampfjets über Zweibrücken: Deshalb wird es in den nächsten Tagen laut

In und um Zweibrücken wird es in den kommenden Tagen häufiger laut. Der Grund: Die Luftwaffe trainiert immer vormittags mit Kampfjets auf dem Flugplatz.

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Von Autor/in Andreas Kahlmeyer

In dieser Woche wird der Flugplatz Zweibrücken zur Trainingsbasis für das Taktische Luftwaffengeschwader 33. Dieses Geschwader gehört zur deutschen Luftwaffe und ist für die Verteidigung des Luftraumes zuständig. Die Übung hat einen besonderen Fokus: Es wird geprobt, wie Kampfjets auch auf zivilen Flughäfen starten und landen können.

Die Verteidigungsübung "Dispersed Operations" startet in dieser Woche Flugplatz Zweibrücken.
Bei der Pressekonferenz am Flugplatz Zweibrücken wurde die eine Verteidigungsübung mit dem Namen Dispersed Operations vorgestellt.

Ziel der Militärübung: Flexibilität im Ernstfall erhöhen

Ein zentrales Ziel dieser Trainings ist es, die Einsatzfähigkeit der Streitkräfte zu erhöhen. Zivile Flughäfen könnten im Ernstfall – etwa bei militärischen Konflikten oder Krisen – als Start- und Landeplätze genutzt werden. Die Fähigkeit, "schnell und flexibel auf solche Situationen zu reagieren, ist für die Luftwaffe von großer Bedeutung", sagt Michael Trautermann, Bundeswehr Kommandeur des Landeskommandos Rheinland-Pfalz.

Der Flugplatz Zweibrücken spielt dabei eine besondere Rolle. Er gilt als logistischer Knotenpunkt innerhalb der NATO, also des Verteidigungsbündnisses von Nordamerika und Europa. Das macht ihn zu einem strategisch wichtigen Standort für solche Übungen.

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Fünf Tornado Kampfjets über Zweibrücken im Einsatz

Fünf Kampfjets werden während der Übung in Zweibrücken eingesetzt. Vier Maschinen starten und landen pro Tag insgesamt vier Mal, immer vormittags. Eine Maschine bleibt als Ersatz am Boden. Dabei handelt es sich um Trainingsflüge, die speziell auf den zivilen Flugplatz abgestimmt sind. Die Pläne aus der Theorie werden so im Tagesgeschehen getestet. Die Luftwaffe betont, dass der zivile Flugbetrieb während der Übungstage möglichst wenig eingeschränkt werden soll. Die Bundeswehr agiert aus einem abgesicherten Bereich am Flugplatz, um auch sicherheitsrelevante Vorgaben zu erfüllen.

Umfrage:

Menschen in und um Zweibrücken müssen sich auf mehr Lärm einstellen

Die Menschen in Zweibrücken und Umgebung sollten sich wegen der Militärübung auf mehr Lärm einstellen. Besonders in der Nähe des Flugplatzes könnte es lauter werden. Die Luftwaffe bittet um Verständnis: Diese Übungen seien notwendig, um die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und der NATO zu gewährleisten.

Die Bundeswehr braucht zivile Flugplätze, wie in Zweibrücken, um im Falle eines Angriffs flexibel agieren zu können.
Michael Trautermann, Bundeswehr Kommandeur des Landeskommandos Rheinland-Pfalz, betont, dass die Luftwaffe flexibel im Falle eines Angriffs sein möchte. Deshalb brauche es zivile Flugplätze, wie in Zweibrücken.
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Autor/in
Andreas Kahlmeyer
Reporter Andreas Kahlmeyer aus dem SWR-Studio in Kaiserslautern.

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