Jeder Schritt von Förster Axel Werner und Hund Willi klingt nach Trockenheit. Oberflächlich ist das Laub staubig, darunter hält sich noch die Winterfeuchte. Trotzdem wird das Thema Waldbrand im Pfälzerwald bereits jetzt, mitten im April, wieder aktuell – die Böden sind sichtbar ausgedörrt. Erst vor einer Woche kam es zu einem Waldbrand bei Kaiserslautern. Laut Feuerwehr brannten 800 Quadratmeter – die Fläche eines Handballfeldes. Weil das Feuer an einem Hang ausgebrochen war, sei das Löschen schwieriger gewesen.
Wetter 2026: Frühjahrs-Trockenphase bringt Risiko
"Im April haben wir erfahrungsgemäß zwei bis drei Wochen mit starkem Wind und Trockenheit", warnt Werner. Auch wenn man’s kaum glauben mag: Schon jetzt besteht eine gewisse Waldbrandgefahr. Das wissen die Förster aus langjähriger Erfahrung – und bereiten sich rechtzeitig vor.
Südwestpfalz: 100.000 Liter Wasser für den Notfall
Um im Ernstfall schnell reagieren zu können, legt das Forstamt rund um Hinterweidental derzeit fünf mobile Wasserdepots an. Jeder Sack fasst 20.000 Liter – insgesamt 100.000 Liter Wasser stehen im Wald bereit, um Zeit zu gewinnen, bis größere Löschmaßnahmen greifen.
Pfälzerwald: Vorteil für trockene Hänge und Kiefernwälder
Besonders an den trockenen Kiefern- und Lerchenhängen kann das Wasser helfen, ein Ausbreiten der Flammen zu verhindern. "Letztes Jahr haben die Säcke schon prophylaktisch gewirkt", sagt Werner schmunzelnd – damals blieb Hinterweidental vom Feuer zum Glück verschont.
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