"Ortszeit Deutschland" im Norden von RLP

Steinmeier beendet seine Andernacher "Ortszeit Deutschland"

Für drei Tage hatte Frank-Walter Steinmeier seinen Amtssitz nach Rheinland-Pfalz verlegt: Nun endet sein Besuch mit der Übergabe des Bundesverdienstordens an engagierte Menschen.

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Stand

"Ortszeit Deutschland" heißt die Aktion, bei der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier regelmäßig verschiedene Städte in Deutschland besucht und dort vorübergehend seinen Amtssitz hin verlegt.

Andernach

Die Freude in der Stadt ist groß Bundespräsident Steinmeier besucht Andernach für drei Tage

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht für drei Tage die Stadt Andernach. Im Rahmen der sogenannten "Ortszeit Deutschland" ist er zum ersten Mal in Rheinland-Pfalz.

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Nach Angaben von Andernachs Oberbürgermeister Christian Greiner (FWG) hat die Staatskanzlei in Mainz dem Bundespräsidialamt mehrere Städte in Rheinland-Pfalz für den Besuch vorgeschlagen. Dass die Wahl auf Andernach fiel, freute den Oberbürgermeister sehr.

Die "Ortszeit" ist zum ersten Mal in Rheinland-Pfalz. Von Dienstag bis Donnerstag ist Bundespräsident Steinmeier viel in Andernach unterwegs. Hier sein Programm:

Dienstag: Von Essbarer Stadt bis Frauenfußball

Frank-Walter Steinmeier ist am Dienstagvormittag in Andernach ankommen. Auf dem Programm stand ein Rundgang durch die Innenstadt. Im historischen Rathaus hat sich der Bundespräsident ins goldene Buch der Stadt eingetragen und besichtigte dann das jüdische Ritualbad - also die Mikwe, die sich im Rathaus unter dem Sitzungssaal befindet und über zwei Stockwerke geht. Anschließend traf sich der Bundespräsident mit dem Oberbürgermeister und einigen Vertretern des Stadtrates zum Gespräch.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist in Andernach eingetroffen und läuft durch die Innenstadt.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist am Dienstagvormittag in Andernach eingetroffen. Er wird von der Stadt am Rhein aus drei Tage lang seine Amtsgeschäfte führen, um nah an den Menschen zu sein. Bild in Detailansicht öffnen
Bundespräsident Steinmeier zu Besuch in Andernach
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier macht bei seiner Ankunft in Andernach zunächst einen Stadtrundgang mit Oberbürgermeister Christian Greiner (FWG). Dabei kommt es auch zu kleineren Begegnungen mit den Andernachern. Bild in Detailansicht öffnen
Bundespräsident Steinmeier zu Besuch in Andernach
Frisches Gemüse! Steinmeier macht bei seinem Gang durch die Fußgängerzone Halt in einem Geschäft. Bild in Detailansicht öffnen
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Andernach ein.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Andernach ein. Bild in Detailansicht öffnen
Und das ist der Text, den der Bundespräsident kurz nach dieser Aufnahme unterschrieben hat.
Und das ist der Text, den der Bundespräsident kurz nach dieser Aufnahme unterschrieben hat. Bild in Detailansicht öffnen
Bundespräsident Steinmeier zu Besuch in Andernach
Steinmeier macht Fotos mit kleinen und großen Bürgerinnen und Bürgern. Bild in Detailansicht öffnen
Bundespräsident Steinmeier zu Besuch in Andernach
Der Bundespräsident im Amtszimmer in seinem Hotel. Bild in Detailansicht öffnen
Bundespräsident Steinmeier zu Besuch in Andernach
Nachmittags hat sich das Staatsoberhaupt die "Essbare Stadt" in Andernach angesehen. Bild in Detailansicht öffnen
Bundespräsident Steinmeier zu Besuch in Andernach
Später besuchte er die Krahnenberg-Kaserne - die älteste Kaserne Deutschlands. Bild in Detailansicht öffnen
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l) besucht während seines Besuchs in Andernach die Bundeswehr Krahnenberg-Kaserne.  Hier trifft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf einen der ersten freiwilligen Soldaten bei Gründung der Bundeswehr Helmut Fleischer (r).
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l) besucht während seines Besuchs in Andernach die Bundeswehr Krahnenberg-Kaserne. In Verbindung mit einem Rundgang durch die Dauerausstellung der militärgeschichtlichen Sammlung «Wiege der Bundeswehr» - Ort der Demokratiegeschichte. Hier trifft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf einen der ersten freiwilligen Soldaten bei Gründung der Bundeswehr Helmut Fleischer (r). picture alliance/dpa | Thomas Banneyer Bild in Detailansicht öffnen
Bundespräsident Steinmeier zu Gast beim Training der SG 99 Andernach „Bäckermädchen“
Ob Bundespräsident Steinmeier sein Trikot mit der goldenen 12 auch mal anziehen wird? Am Dienstagabend war er beim Training der "Bäckermädchen" der SG 99 Andernach dabei und hat sich mit ihnen ausgetauscht. Pressestelle Presse/SG 99 Andernach Bild in Detailansicht öffnen
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seinem Programmpunkt am Donnerstag während der "Ortszeit Deutschland": Die Kaffeetafel kontrovers
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seinem Programmpunkt am Donnerstag während der "Ortszeit Deutschland": Die Kaffeetafel kontrovers Bild in Detailansicht öffnen

Steinmeier sagte bei seinem Auftaktgespräch in Andernach: "Wir gehen mit dieser Ortszeit dahin, wo wir den Eindruck haben, dass es da kleinere, mittelgroße Städte sind, die nicht so täglich im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit stehen. Wo sich vielleicht auch die Leute mit ihren Sorgen und Eindrücken nicht ganz so gehört fühlen, wie in den Ballungsräumen, wo die Politik allgegenwärtig ist."

Im Hotel "Am Ochsentor" hat der Bundespräsident seinen vorübergehenden Amtssitz. Nachmittags hatte sich das Staatsoberhaupt Steinmeier die "Essbare Stadt" angeschaut. Später besuchte er die Krahnenberg-Kaserne, um dort mit den Soldaten ins Gespräch zu kommen. Die Krahnenberg-Kaserne ist die älteste Kaserne Deutschlands.

Andernach

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Zum Abschluss des ersten Tages war Steinmeier beim Training der "Bäckermädchen", der Frauenfußballmannschaft, dabei. Die SG 99 Andernach spielt in der 2. Bundesliga.

Mittwoch: Von Permakultur bis Benefizkonzert

Das Programm am Mittwoch startete mit dem Besuch der Permakultur in Andernach-Eich. Anschließend besuchte der Bundespräsident eine Schreinerei. Einer der Chefs sagte im SWR-Interview, dass er sich auf den Besuch freue und eine kleine Rede vorbereitet habe.

Weiter ging es für Steinmeier zu einem Gespräch mit fünf Frauen und fünf Männern, die vorher ausgewählt worden waren - bei der sogenannten "Kaffeetafel kontrovers". Hier wurde unter anderem über die Themen Zuwanderung und Wehrpflicht diskutiert. Die Diskussion brachte unterschiedliche Meinungen mit, die Diskussion verlief insgesamt respektvoll.

"Die Demokratie bleibt angewiesen auf Austausch, Austausch auf Augenhöhe und möglichst unter den Geboten von Fairness und Respekt untereinander. Daran, das werden Sie auch so feststellen, mangelt es manchmal. Und deshalb müssen wir vielleicht verloren gegangene Fähigkeiten auch wieder etwas einüben miteinander", sagte Steinmeier am Abend.

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Zum Abschluss des Tages spielte das Stadtorchester Andernach ein Benefizkonzert. Für den Vorsitzenden des Stadtorchesters, Philip König, sei der Besuch Steinmeiers eine große Freude und Ehre: "Unsere Konzerte sind ja meistens ausverkauft und ich habe zum Scherz immer gesagt, selbst wenn der Bundeskanzler kommt, haben wir keine Karte mehr. Aber dass wir für den Bundespräsidenten das Konzert spielen dürfen, ist eine ganz große Auszeichnung".

Donnerstag: Pharmaunternehmen und Bundesverdienstkreuz

Der letzte Tag in Andernach begann für Frank-Walter Steinmeier mit einem Rundgang durch das Entwicklungslabor eines Pharmaunternehmens, LTS Lohmann Therapie-Systeme. Anschließend sprach der Bundespräsident dort mit Auszubildenden.

Zum Abschluss seines dreitägigen Besuchs in Andernach verlieh Steinmeier auf Schloss Burg Namedy neun Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Dazu gehört unter anderem der ehemalige Oberbürgermeister von Andernach, Achim Hütten (SPD) und Astrid Weber, die Leiterin der Long-Covid-Ambulanz in Koblenz.

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Die Freude in der Stadt ist groß Bundespräsident Steinmeier besucht Andernach für drei Tage

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht für drei Tage die Stadt Andernach. Im Rahmen der sogenannten "Ortszeit Deutschland" ist er zum ersten Mal in Rheinland-Pfalz.

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SWR

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