Veranstaltungen vor der Bundestagswahl

Tausende demonstrieren im Norden von RLP für Demokratie

Der teils hitzig geführte Wahlkampf bereitet Aktivisten im Norden des Landes Sorge. Mit verschiedenen Aktionen wollten sie deshalb Zeichen für die Demokratie und gegen Rassismus setzen.

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Stand

Von Autor/in Sarah Mauer

Schon vor einer Woche hatten in Westerburg und Neuwied Menschen gegen Rechtsextremismus protestiert. Nach der gemeinsamen Abstimmung von Union und AfD im Bundestag für eine verschärfte Migrationspolitik am Mittwoch waren in ganz Rheinland-Pfalz tausende Menschen auf die Straße gegangen. Auch an diesem Wochenende gab es weitere Demonstrationen.

Demo in Koblenz: "Wir sind die Brandmauer"

In Koblenz gab es am Samstag eine Demo unter dem Motto "Wir sind die Brandmauer". Dazu hatten beispielsweise ein Bündnis aus Parteien, "Omas gegen Rechts" und Amnesty-International aufgerufen. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unterstützte die Demo, die sich laut dem Veranstalter - dem Kreisverband der Grünen - "rechtem Gedankengut in den Weg stellen und eine Zusammenarbeit mit undemokratischen Parteien verurteilen" sollte. Nach Angaben der Polizei kamen etwa 4.000 Menschen. Die Veranstalter gehen von 5.000 aus.

Mayener Bürgerinitiative suchte Gespräche mit Andersdenkenden

Unter dem Motto "Mayen bleibt bunt" lud die Bürgerinitiative "Sei ein Mensch" am Samstag von 10 bis 13 Uhr in die Mayener Fußgängerzone ein. Mit einem Stand in der Marktstraße, Ecke Neustraße, wollten die Aktivisten nach eigenen Angaben ihre Initiative vorstellen und mit den Mayenern ins Gespräch kommen.

Neben den Mitgliedern von "Sei ein Mensch!" waren unter anderem auch Vertreter der Kirchen, der Caritas und der Mayener Burgfestspiele dabei sein.

Altenkirchener Aktivisten sorgen sich um die Demokratie in Deutschland

Die aufgeheizte Stimmung im Wahlkampf bereitet auch einigen Altenkirchenern Sorge. Deshalb organisierten sie die Demo "5vor12 - Nie wieder ist jetzt!". Am Sonntag gab es auf dem Schlossplatz in Altenkirchen eine Kundgebung. Anschließend zogen die Demonstrierenden durch die Fußgängerzone. Nach Angaben der Polizei nahmen an der Demonstration etwa 1.000 Menschen teil. Demnach verlief alles friedlich.

Die Organisatoren wollten nach eigenen Angaben mit ihrer Demo ein Zeichen für die Demokratie setzen. Diese sehen sie demnach von allen Seiten bedroht und wollen sich deshalb für demokratische Werte wie Menschenwürde, Solidarität, Freiheit, Toleranz, Vielfalt und die Treue zum Grundgesetz einsetzen.

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