Die Bundeswehr-Übung mit dem Namen "Gelber Merkur" beginnt am Freitag und dauert bis zum 22. Mai. In ganz Deutschland nehmen daran etwa 1.200 Soldatinnen und Soldaten teil. Sie üben aber nicht nur in Kasernen oder auf Truppenübungsplätzen, sondern bewegen sich teilweise mit ihren Schusswaffen auch im öffentlichen Raum, also auf Straßen oder im freien Gelände.
Gelber Merkur: Möglicher Angriff wird geprobt
Den Angaben zufolge geht es in dem Szenario um einen möglichen Angriff. Die Bundeswehr übt dafür unter anderem, wie Kommunikationsnetze aufgebaut werden. Etwa Satellitenschüsseln und andere Technik, mit der sich die einzelnen Einheiten miteinander verständigen können.
Das sagen die Menschen aus der Region Bundeswehr-Übung mit Kampfjets über der Pfalz – Notwendigkeit oder Lärmbelästigung?
Mit Tornados über Zweibrücken übt die Bundeswehr den Ernstfall auf dem Zivilflugplatz. Zwischen Fluglärm-Frust und neuer Lust auf Militär - so reagiert die Region.
Simuliert werden laut Bundeswehr aber auch Gefechtssituationen oder die Verlegung von Truppen. Ebenso neue Elemente, wie Drohnenaufklärung und Drohnenabwehr.
Bundeswehr übt an verschiedenen Orten in RLP
Die einzelnen Übungen finden an unterschiedlichen Orten statt und dauern jeweils nicht länger als ein paar Tage. Unter anderem im Kreis Mayen-Koblenz und der Eifel, rund um Trier und im Hunsrück. Wo und wann genau geübt wird, will die Bundeswehr aus strategischen Gründen aber nicht sagen.
Während der Bundeswehr-Übung kann es im Norden von Rheinland-Pfalz stellenweise Nachtmärsche und Fahrzeug-Kolonnen auf den Straßen geben. Auch Schüsse mit Platzpatronen können vereinzelt zu hören sein. Eine Gefahr für die Menschen in der Region besteht laut Bundeswehr nicht.
Warnung: Nicht fotografieren oder filmen
Der Kreis Mayen-Koblenz warnt aber: Man darf die militärischen Aktionen nicht fotografieren oder filmen und auch nicht beschreiben. Denn das könnte strafbar sein. "In solchen Fällen ist mit einer entsprechenden Reaktion der eingesetzten Absicherungskräfte zu rechnen", heißt es in einer Mitteilung.