Es ist Gordon Schnieders (CDU) zweite Woche im Amt als Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz. Erst in der vergangenen Woche war die neue Landesregierung vereidigt worden. Nun hat Schnieder sein Wahlkampfversprechen eingelöst und ist am Dienstag ins Ahrtal gereist, um wieder Aufmerksamkeit auf die Region zu legen.
Hürden müssen beseitigt werden
Mit Blick auf den Wiederaufbau der von der Flutkatastrophe immer noch gezeichneten Region sagte Schnieder, jetzt gelte es dort zu unterstützen, wo es noch Hürden gebe. Der Ministerpräsident betonte aber auch, dass im Ahrtal bereits viel erreicht worden sei.
Besuch einer Schule und einer Klinik
Der öffentliche Teil von Schnieders Besuch fand in Altenahr statt. Daneben standen der Besuch einer Berufsbildenden Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie einer Klinik, die unter anderem Patienten bei der Traumabewältigung der Flutkatastrophe betreut, auf dem Programm. Begleitet wurde er von der Landrätin des Landkreises Ahrweiler, Cornelia Weigand (parteilos).
Milliarden Euro an Fördergelder bewilligt
Rund 3,6 Milliarden Euro seien über alle Förderbereiche bis zum Stichtag 30. April 2026 ausgezahlt worden, berichtete Schnieder. Ihm sei es wichtig gewesen, mit den Menschen vor Ort zu sprechen, um zu sehen, wo der Wiederaufbau gut funktioniere und wo es noch Hürden gebe. Schnieder weiter: "Im Ahrtal ist vieles erreicht worden, gleichzeitig gibt es weiterhin viele Herausforderungen."
Der Besuch sei seine erste selbst initiierte Reise seit Amtsantritt, sagt seine Sprecherin. Schnieder hatte in seinen Jahren in der Opposition der vorherigen Landesregierung mehrfach Versagen vorgeworfen und gesagt, dass die Menschen im Ahrtal eine Entschuldigung verdient hätten.
Die Flutkatastrophe im Ahrtal jährt sich im Juli zum fünften Mal. Bis heute sind immer noch nicht alle Schäden beseitigt.