Das Baggerschiff baggert den Kalk aus dem Schiffsrumpf nun auf einen anderen Frachter um, das damit dann zu einem Hafen in Belgien fahren soll. Das auf der Mosel in Koblenz harvarierte Schiff wird so deutlich leichter. Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts ist das Leck bereits jetzt über der Wasserlinie. Die Gefahr, dass der Frachter volllaufen und sinken oder die Ladung unbrauchbar wird, besteht demnach nicht mehr.
Fracht soll komplett umgeladen werden
Laut Amt soll die gesamte Fracht noch bis zum späten Mittwochabend umgeladen werden. Mit einer Sondergenehmigung dürfe der havarierte Frachter dann bis in die Werft nach Duisburg fahren, um dort repariert zu werden.
Seit dem Wochenende waren mehrere Tauchpumpen in Betrieb, um Wasser aus dem Schiff zu pumpen. Zuletzt wurde laut Feuerwehr nur noch eine Pumpe benötigt. Diese wurde nun ebenfalls abgebaut und vom Schiff geholt.
Frachtschiff wird bei Wendemanöver beschädigt
Laut Feuerwehr Koblenz kam es am Samstagmorgen zu einem "massiven Wassereinbruch" bei dem Frachtschiff. Wie die Wasserschutzpolizei mitteilte, sei das Schiff beim Wenden zu nah ans Ufer gekommen und mit dem Bug angestoßen. Dabei schlug es Leck. Das Schiff konnte demnach aber noch an einem Steiger am Peter-Altmeier-Ufer festgemacht werden. Das Leck wurde mit einer Plane provisorisch abgedichtet.
Mosel kurzzeitig gesperrt
Bei der Havarie des mit Kalk beladenen Frachters ist niemand verletzt worden und es sind auch keine Schadstoffe ausgetreten. Die Schifffahrt auf der Mosel war am Wochenende zeitweise gesperrt. Inzwischen ist sie aber wieder freigegeben worden, sagte die Feuerwehr dem SWR.