"SWR Aktuell vor Ort"-Aktion

OB-Wahl steht an: Koblenzer wünschen sich eine sauberere Stadt

Wohnen, öffentlicher Nahverkehr oder Kinderbetreuung - was bewegt die Koblenzer? Anlässlich der bevorstehenden Oberbürgermeisterwahl haben SWR-Reporter vor Ort nachgefragt.

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Stand

Im September wählen die Koblenzerinnen und Koblenzer einen neuen Oberbürgermeister. Vier Kandidaten stehen zur Wahl. Reporterinnen und Reporter vom SWR-Studio Koblenz waren deshalb am Donnerstag in Koblenz am Löhrrondell, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Zum Beispiel darüber, was die Bürgerinnen und Bürger vom nächsten Oberbürgermeister erwarten und was aus ihrer Sicht in der Stadt gerade gut läuft und was nicht.

Dabei hat sich gezeigt, dass die meisten Menschen gerne hier wohnen, Koblenz sei eine gute und lebenswerte Stadt - aber mit ein paar Abstrichen. Ein Thema, das von vielen aufgebracht wurde, war die Sauberkeit in der Stadt, die ihrer Meinung nach zu wünschen übrig lässt. Dies wurde nicht nur von älteren Menschen angebracht, sondern auch von Jüngeren. Als Beispiele wurden überquellende Mülleimer genannt und der Wunsch geäußert, diese häufiger zu leeren.

Sicherheitsgefühl in Koblenz

Beim Sicherheitsgefühl gingen die Meinungen schon eher auseinander. Hier gab es einige Koblenzer, die den Reportern sagten, dass sie sich vor allem abends nicht mehr sicher fühlen würden. Gerade für Frauen sei das ein Problem. Hier kam etwa der Wunsch nach mehr Polizeipräsenz an neuralgischen Punkten - wie Bahnhofsvorplatz, Löhrstraße oder Rheinanlagen - auf, aber auch nach mehr Zivilcourage. Andere Menschen hingegen erklärten, dass sie sich keine Sorgen um ihre Sicherheit in der Stadt machen.

Koblenzer haben aufgeschrieben, was sie besonders beschäftigt und Punkte verteilt
Wir haben Koblenzer und Koblenzerinnen gefragt, welche Themen sie besonders beschäftigen. Sie konnten Punkte verteilen.

Einige Menschen würden sich wünschen, dass das Ordnungsamt "härter durchgreifen" würde. Als Beispiele wurden Radfahrer und E-Scooter-Fahrer genannt, die sich nicht an Regeln halten, beziehungsweise sich rücksichtlos gegenüber Fußgängern verhalten würden.

ÖPNV in Koblenz zu teuer?

Ein Thema, das einige Menschen in Koblenz beschäftigt, ist der ÖPNV. Manche waren mit dem Angebot zufrieden - mehrere Schülerinnen etwa - andere wünschten sich einen Ausbau. Von mehreren Seiten kam auch der Hinweis, dass Busfahren zu teuer sei. Oberbürgermeister Langner (SPD) hat sich zwar für die Senkung der Ticketpreise eingesetzt, manchen der Koblenzer, die mit uns gesprochen haben, geht das aber nicht weit genug.

Ein Koblenzer Koveb-Bus am Busbahnhof.
Einige Menschen bemängelten, dass Busfahren in Koblenz zu teuer sei.

Dass manche Wünsche auch gegenläufig sein könnten, zeigte sich beim Thema Grünflächen. Mehrere Leute sagten, dass sie sich mehr Grün in der Stadt wünschen würden. Andere wünschen sich mehr Parkplätze. Aufgrund der begrenzten öffentlichen Flächen geht aber oft nur das eine oder das andere. Beispiel Südallee oder auch der Parkplatz, der an Stelle der Wiese am Weindorf entstanden ist.

Koblenzer haben viele Themen

Weitere Themen, die beim Vor-Ort-Termin am Löhrrondell zur Sprache kamen, waren: bezahlbarer Wohnraum, mehr Unterstützung für Frauenhäuser, die Situation der Obdachlosen, Umgang mit Migranten, Ausbau der Radwege, Einkaufsmöglichkeiten, mehr Barrierefreiheit und die vielen Baustellen in Koblenz, die teilweise länger dauern würden als geplant.

Mit dem aktuellen Oberbürgermeister, David Langner, zeigten sich die Koblenzer und Koblenzerinnen im Gespräch mit den SWR-Beschäftigten größtenteils zufrieden. Die Erwartungen an den neuen OB halten sich in Grenzen. Den Leuten ist bewusst, dass die klamme Stadtkasse nur wenig Spielraum lässt. Dass es vier Kandidaten gibt, die sich im September zur Wahl stellen, war vielen noch gar nicht bekannt.

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