100.000 Euro Beute verschwunden

Raubüberfall auf 78-Jährige in Bad Ems - Mutmaßliche Täter vor Gericht

Vor dem Landgericht Koblenz müssen sich drei Männer wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Sie sollen in Bad Ems eine Seniorin in ihrer Wohnung überfallen und dabei Schmuck und Wertsachen erbeutet haben.

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Laut Anklage sollen die drei Männer Anfang April 2025 gegen 21 Uhr abends an einem Mehrfamilienhaus in Bad Ems geklingelt haben. Als die 78 Jahre alte Frau aus der unteren Wohnung öffnete, sollen sie sich als Polizisten ausgegeben und nach ihrem Sohn gefragt haben. Die Seniorin ließ sie ins Haus.

Brutaler Überfall in Bad Ems

Dort sollen die Angeklagten sie in ihre Wohnung gedrängt, zu Boden geworfen und ihre Hände und Beine mit Kabelbinder gefesselt haben. Außerdem sollen sie versucht haben, ihr den Mund mit Klebeband zuzukleben. Doch das schafften sie nicht, weil sich die Frau so stark bewegte.

Sohn wollte der Mutter helfen

Der Sohn der Seniorin in der oberen Wohnung hörte Geräusche und kam nach unten, um zu sehen was los ist. Laut Staatsanwaltschaft kamen ihm zwei der drei Angeklagten auf der Treppe entgegen. Der Sohn habe die Situation sofort erfasst, sagte die Staatsanwältin beim Verlesen der Anklageschrift.

Mutmaßliche Mittäterin bislang unbekannt

Der Sohn soll gegen den vorderen Mann getreten haben. Der stürzte die Treppe hinab und riss dabei den zweiten Mann mit sich. Trotzdem sollen die beiden Angeklagten ihn kurz danach überwältigt und zu Boden gedrückt haben. Dabei wurde er verletzt.

Als sich der Sohn aber stark dagegen wehrte, gefesselt zu werden, soll eine bislang unbekannte Frau ihm eine Waffe an den Kopf gedrückt haben. Diese soll einer Polizei-Dienstwaffe ähnlich gesehen haben.

Angeklagte ließen Tresor öffnen

Anschließend sollen die mutmaßlichen Täter die Wohnung durchsucht und die Seniorin dazu gezwungen haben, ihren Tresor zu öffnen. Dort sollen sie mehrere hundert Euro Bargeld und andere Wertgegenstände mitgenommen haben. Dazu gehörte laut Anklage auch wertvoller Schmuck. Außerdem sollen die Angeklagten auch das Portemonnaie ihres Opfers mit verschiedenen Kreditkarten mitgenommen haben.

Beute von 100.000 Euro bleibt verschwunden

So sollen sie insgesamt 100.000 Euro erbeutet haben. Die Beute ist bis heute verschwunden. Nach Angaben des Gerichts konnten die Männer später durch eine Videoüberwachung identifiziert werden. Sie sitzen seit Sommer in Untersuchungshaft.

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SWR

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