Dass die Uni Koblenz Platzprobleme hat, ist schon länger bekannt. Unter anderem zeigt sich das darin, dass Räume für Vorlesungen und Seminare angemietet werden - unter anderem auch ein Kino in Koblenz. Neu ist, dass der Raumbedarf nun offiziell - auch vom Land anerkannt wurde. Bekannt wurde dies durch eine sogenannte Kleine Anfrage an die Landesregierung durch die Landtagsabgeordnete Anna Köbberling (SPD) aus Koblenz.
Eine mögliche Lösung für das Platzproblem wäre ein Neubau. Laut Universität mangelt es besonders an Räumen für Labore und für Praktika im naturwissenschaftlichen Bereich, aber auch die Forschung brauche mehr Platz. Genauso fehlen Gruppenarbeitsräume für die Studierenden, heißt es in einer Stellungnahme.
Phase der Voruntersuchung für ein neues Gebäude der Uni
Das bedeutet unter Umständen einen Neubau in Koblenz-Metternich. Die Universität mit ihren 9.700 Studierenden hätte ihn gern auf dem Campusgelände. Laut Universität gibt es dort noch eine Freifläche, die dafür genutzt werden könnte. Allerdings ist unklar, ob diese Fläche ausreichen würde - oder ob noch Grundstücke in der Nachbarschaft gebraucht würden.
Die Universität ist erst in der Phase von Voruntersuchungen. Wie viele Flächen am Ende gebraucht werden, ist noch unklar. Auch die Stadt Koblenz hat dazu keine Informationen. Das Geld für einen Neubau müsste am Ende gemeinsam vom Finanz- und vom Wissenschaftsministerium kommen.
Zahl der Studierenden mehr als verdoppelt
Vor 25 Jahren startete die Universität Koblenz auf ihrem Campus mit 4.700 Studierenden. Heute sind es 9.700. Dass sich trotz Platzmangel der Uni-Abschluss nicht hinauszögert, liegt an mehreren Dauerprovisorien: Neben der Anmietung von externen Räumen setzt die Universität nach eigenen Angaben auf eine "optimale Raumausnutzung" von 8 bis 20 Uhr - auch samstags. Dadurch entstünden keine Wartelisten für die Studierenden. Es sei immer ein Angebot für Seminare und Vorlesungen da, allerdings eben zu einer festen Zeit und eventuell nicht zum Wunschtermin.