Anklage wegen versuchten Totschlags

Prozess gegen mutmaßlichen Messerstecher aus Bad Neuenahr-Ahrweiler gestartet

Am Landgericht Koblenz hat heute der Prozess gegen einen 25-jährigen Mann aus Bad Neuenahr-Ahrweiler begonnen. Ihm wird versuchter Totschlag zur Last gelegt.

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Von Autor/in Constantin Pläcking

Der Mann soll laut Anklage einen anderen Mann lebensgefährlich verletzt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 25-Jährigen aus Bad Neuenahr-Ahrweiler vor, im Oktober 2025 in einer Gaststätte in Bad Neuenahr-Ahrweiler einen Mann mit einem Messer lebensgefährlich verletzt zu haben. Dieser musste den Angaben zufolge notoperiert werden und überlebte den Angriff nur knapp. Am ersten Prozesstag vor dem Landgericht Koblenz wurde am Montag nur die Anklage verlesen.

Anklage: Streit in Gaststätte eskalierte

Die Tat ereignete sich laut Anklage in den frühen Morgenstunden. Zunächst soll es gegen 4:30 Uhr zu einen Streit zwischen den beiden Männern gekommen sein. Der Auslöser sei ein "nichtigen Grund" gewesen, heißt es in der Anklage. Schnell soll sich der Streit zu einer Schlägerei ausgeweitet haben.

Bei dieser habe der Angeklagte ein Messer gezogen und mehrfach in den Oberkörper des Opfers gestochen, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Die Stiche seien so stark gewesen, dass dabei lebensgefährliche Wunden entstanden seien. Der Angeklagte habe dabei billigend in Kauf genommen, dass die Stiche tödlich sein könnten.

Angeklagter regungslos bei Verlesung der Anklage

Vor Gericht nahm der 25-jährige Mann die Anklage regungslos auf. Er selbst machte keine Angaben: weder zu sich, noch zur Tat. Sein Anwalt kündigte allerdings an, dass er möglicherweise im Laufe des Prozesses Angaben zur Person machen wolle.

Der Angeklagte war von einigen Freunden und Familienmitgliedern beim Prozessauftakt begleitet worden. Am Mittwoch soll der Prozess mit den ersten Zeugen weitergehen.

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Constantin Pläcking
SWR-Reporter Constantin Pläcking aus dem Studio Koblenz.

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