Wie die Staatsanwaltschaft Koblenz mitteilt, war die Situation für das Kleinkind medizinisch hochgefährlich. Die Frau aus dem Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen soll letztes Jahr Mitte August im Siegtalbad in Wissen im Kreis Altenkirchen gewesen sein. Währenddessen habe sie ihren dreijährigen Sohn bei einer Außentemperatur von etwa 31,5 Grad angeschnallt allein im Auto auf dem Parkplatz zurückgelassen.
Passantin rettete das Kind aus dem überhitzten Wagen
Eine Passantin hatte den Jungen aus dem geparkten Auto befreit und die Polizei gerufen. Wie die Polizei damals mitteilte, war der Junge nass geschwitzt, blieb aber unverletzt. Als die Mutter zurückkam, hat es aber laut Polizei noch einen Streit zwischen den beiden Frauen gegeben. Die Mutter habe offenbar nicht eingesehen, warum es falsch ist, ein Kind allein im Auto bei großer Hitze 45 Minuten sitzen zu lassen.
Die Staatsanwaltschaft Koblenz wirft der Mutter Misshandlung Schutzbefohlener und Freiheitsberaubung vor. Der Fall soll am Amtsgericht in Betzdorf verhandelt werden.