Die Stimmung der Unternehmen bleibt zum Jahreswechsel verhalten. Der Konjunkturindex für Rheinland-Pfalz geht zum zweiten Mal in Folge nach unten und ist auf 81 Punkte gerutscht. Laut der IHK-Arbeitsgemeinschaft in Rheinland-Pfalz ist ein Wert unter 100 ein Signal für eine mehrheitlich negative Stimmung. Die Industrie- und Handelskammern hatten landesweit mehr als 1.000 Unternehmen aus verschiedenen Branchen befragt.
Weiteres Jahr mit Rezession erwartet
Die befragten Unternehmen erwarten demnach ein weiteres Rezessionsjahr. Mehr als ein Drittel der Betriebe rechnet mit schlechteren Geschäften in diesem Jahr. Der Wirtschaft fehle das grundlegende Vertrauen in den Standort, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel. Es werde mehr im Ausland als im Inland investiert.
Die Unternehmen seien insgesamt unzufrieden mit dem Wirtschaftsstandort Deutschland. Risiken sehen sie unter anderem beim schwierigen Inlandsabsatz und den gestiegenen Arbeitskosten.
Forderung nach Bürokratieabbau und Senkung der Energiekosten
Um die Krise zu überwinden hat die IHK-Arbeitsgemeinschaft Forderungen zur kommenden Bundestagswahl gestellt. Unter anderem sollen Bürokratie abgebaut, Energiekosten gesenkt und Klimaschutzmaßnahmen wirtschaftlich gestaltet werden. All das sei nötig, um wieder wettbewerbsfähiger zu werden.
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Die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer Trier sehen die regionale Wirtschaft in Gefahr. Sie fordern schnelle Reformen. Es gelte keine Zeit zu verlieren.
Ukraine-Krieg und Trump als Faktoren der Unsicherheit
Ein Grund für die negative Stimmung ist laut IHK-Umfrage auch die weltpolitische Lage; genannt werden der Krieg in der Ukraine oder die Präsidentschaft von Donald Trump in den Vereinigten Staaten.
Handel und Bauwirtschaft mit größten Sorgen
Im Branchenvergleich verzeichnet der Handel den schlechtesten Wert auf dem Stimmungsbarometer. Auch die Industriebetriebe sind deutlich pessimistischer als im Vorjahr.
Den größten Dämpfer gab es laut Auswertung für die Bauwirtschaft. Lediglich der Dienstleistungssektor zeige sich etwas stabiler.
Mit einer schnellen Änderung der Lage rechnet die Industrie- und Handelskammer auch nach der Bundestagswahl nicht. Ein kleiner Lichtblick sei allerdings, dass Rheinland-Pfalz als kleines Bundesland schnell in der Lage sei, sich an neue Bedingungen anzupassen.