Hochwasserschutz: Simulationsmodell soll Hausbesitzern helfen
Das rheinland-pfälzische Umweltministerium hat seine Pläne für den Hochwasserschutz und die Hochwasservorsorge im Land erweitert. Wie Ministerin Kathrin Eder (Grüne) mitteilte, wird es künftig etwa ein Online-Modell geben, mit denen Kommunen und Bürger berechnen lassen können, wie sich Hochwasser- oder Starkregen-Ereignisse auf einen Ort, bestimmte Straßen und Häuser auswirken könnten.
Das Simulationsmodell kann darstellen, wo das Wasser nach Sturzfluten und Starkregen beispielsweise an einem Haus entlang fließt. Dafür müssen Anwohner Online ihre Adresse eingeben. Für die Kommunen wird das System laut Eder Ende des Jahres freigeschaltet, für die Bürger Anfang 2026.
Dazu bietet das Ministerium künftig zudem einen Online-Risiko-Check an. Dort werden Hausbesitzern etwa Fragen dazu gestellt, wo ihre Fenster angebracht sind, oder Lüftungsgitter, durch die Wasser eindringen kann und erhalten dann Hinweise, wie sie den Schutz des Hauses verbessern können.
Offizielle Einweihung der Straßenbrücke in Dernau
In Dernau im Ahrtal ist die erste kommunale Straßenbrücke über die Ahr offiziell wiedereröffnet worden. Die Weinbaubrücke im Zentrum von Dernau war während der Flutkatastrophe zerstört worden. Sie verbindet die beiden Ortsteile von Dernau, rechts und links der Ahr. Zwar konnten die Anwohner schon kurz nach der Flutkatastrophe die Ahr wieder überqueren, aber nur über eine Behelfsbrücke des Technischen Hilfswerks. Diese wird nun abgebaut. Die neue Brücke ist nach Angaben des Innenministeriums hochwassersicher gebaut. Die feierliche Eröffnung am Mittwochnachmittag war allerdings nur symbolisch. Anwohner können die neue Brücke schon seit mehreren Wochen nutzen.