Morgens 07:00 Uhr in Dirmstein. Eine Zeit, in der andere Rentner mit der Zeitung und einem Kaffee gemütlich in den Tag starten. Erwin Walter steht da schon am Einfahrtstor seiner Werkstatt und schließt auf. Schließlich kommen um 07:30 Uhr die ersten Kundinnen und Kunden.
Erwin Walther ist fast 80 Jahre alt und öffnet jeden Morgen persönlich die Tore. "Ich bin das doch gar nicht anders gewohnt", sagt Walther. Mit 15 Jahren hatte er seine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker begonnen und steht seither immer so früh auf.
Mit Leidenschaft immer noch aktiv dabei
Früh aufstehen, Werkstatt öffnen - das ist nicht nur Gewohnheit, sondern Leidenschaft. Erwin Walther arbeitet auch noch aktiv mit. Er sortiert und verteilt alle Ersatzteile, die mit dem Nachtexpress gekommen sind; koordiniert TÜV Termine und versucht neue Ersatzteile schnellst möglich zu organisieren.
Kfz-Werkstatt in Dirmstein: kleines Team und familiäre Unterstützung
Der 79-Jährige hat insgesamt fünf Angestellte: drei Mechaniker, einen Kfz-Meister und eine Angestellte im Büro. Ab und zu helfen noch seine Tochter und seine Enkelin aus.
Doch das alles hat Erwin Walther natürlich nicht alleine aufgebaut. Von Anfang an mit dabei seine Frau Margit. Auch sie kommt immer noch jeden Tag ins Büro der Werkstatt und gilt als gute Seele der Werkstatt.
Noch denkt der 79-Jährige nicht ans Aufhören
Nach einer eigenen Tankstelle und einem alten Bauernhof, den er zur Werkstatt umgebaut hat, führt er seit 1989 die Werkstatt in Dirmstein. Und ans Aufhören denkt er nicht. Sein Vorbild - sein alter Chef: "Mein ehemaliger Chef ist mit 85 oder 86 gestorben, bis dahin hat er eine Werkstatt geleitet."