Traditionsgeschäft lohnt nicht mehr

Aus für die "Donaldwelle" - Bäckerei Trump im pfälzischen Freinsheim schließt

Das Gebäck war zur Präsidentenwahl ein Renner: Die "Trump-Schnitten" oder auch "Donaldwellen" aus der pfälzischen Bäckerei Trump. Doch die ist jetzt bald Geschichte.

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"Das ist ganz schlimm", sagt Ursula Trump - die frühere Inhaberin der Bäckerei Trump in Freinsheim. Freinsheim verliere damit nicht nur einen traditionsreichen Betrieb, sondern auch einen Publikumsmagneten, sagt sie. Die 78-Jährige hat hier noch zwei Tage in der Woche gearbeitet. Ihre "Trump-Schnitten" waren zur Präsidentenwahl 2024 ein Verkaufsschlager. Und die Bäckerei mit kleinem Cafe ein beliebtes Fotomotiv.

Ganze Busse mit Touristen haben auf der anderen Seite geparkt und unser Geschäft fotografiert.

Um drei Ecken verwandt mit Donald Trump

Schließlich war der Name nicht nur Zufall, sondern hatte auch eine Beziehung zum amerikanischen Präsidenten: "Mein verstorbener Mann war in der siebten Generation mit Donald verwandt. Das haben wir bei einer Ahnenforschung herausgefunden", sagt Ursula Trump - deren Nachname sich aber deutsch ausspricht. Donald Trumps Großvater Friedrich war im Jahr 1885 aus dem Nachbarort Kallstadt in die USA ausgewandert.

"Donaldwelle" als Werbegag kam gut an

Die Amtseinführung 2017 und die Präsidenten-Wahl 2024 in den USA nutzte die Bäckerin dann für einen Werbegag: Eine amerikanische Flagge und ein Bild von Donald Trump zierten für einige Wochen eine Donauwelle namens "Trump-Schnitte". Bei den Kunden kam das gut an: "Das war Wahnsinn", erinnert sich Ursula Trump. Doch der vorübergehende Ansturm reichte offenbar nicht aus, um dem Betrieb langfristig eine Zukunft zu geben.

Bäckerei nicht mehr rentabel

Denn zum Ende des Jahres schließt der neue Betreiber, die Stadtbäckerei Frankenthal, die Filiale. Das sei eine kaufmännische Entscheidung gewesen, sagt Harald Heiss, Geschäftsführer der Frankenthaler Kette. Bei der Übernahme vor einem Jahr habe man bewusst entschieden, nicht zu investieren, um die Entwicklung abzuwarten. Dann habe Anfang April in der Nachbarschaft eine andere Bäckerei wiedereröffnet, zudem gebe es ein weiteres Geschäft, "das Kalorien anbietet". Das sei zu viel für diesen Standort. Kleiner Trost: Den Beschäftigten - darunter auch Ursulas Schwiegertochter Bianca Trump - wurde nicht gekündigt, sie können in anderen Filialen weiterarbeiten.

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