Nein, Donald Trump werde er bei seinem Besuch in Washington nicht treffen, sagte Thomas Jaworek am Freitag dem SWR. Das sei auch nicht geplant gewesen. Der Ortsbürgermeister von Kallstadt ist Teil einer Delegation, die am Samstag zusammen mit dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer (SPD) für mehrere Tage nach Washington reisen wird. Darüber hatte die Tageszeitung "Die Rheinpfalz" zuerst berichtet.
Kallstadt - das Dorf von Trumps Vorfahren
Kallstadt ist das Dorf, in dem die Großeltern von Donald Trump lebten. Sie wanderten im 19. Jahrhundert in die USA aus. In der ersten Amtszeit von Trump war schon über einen Besuch in dem Weinort spekuliert worden.
Die Diskussion flammte erneut auf, als Bundeskanzler Friedrich Merz dem US-Präsidenten bei seinem Washington-Besuch im Juni eine Kopie der historischen Geburtsurkunde von dessen Großvater Friedrich schenkte.
Bundeskanzler Merz hat eingeladen Besucht US-Präsident Trump Kallstadt und die Pfalz?
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat US-Präsident Trump zu einem Besuch ins pfälzische Kallstadt ins Heimatdorf seiner Vorfahren eingeladen. Ob das klappt ist fraglich. Aber was sagen eigentlich die Dorfbewohner?
Ortsbürgermeister von Kallstadt in Washington
Von seiner Washington-Reise erwarte er sich interessante Gespräche und Eindrücke, so Jaworek. Der Ortsbürgermeister wird unter anderem auch an der Feier zum Tag der Deutschen Einheit bei der deutschen Botschaft in Washington teilnehmen.
Unklar, ob Donald Trump nach Kallstadt kommt
Eventuell könnte es auf der Reise nach Washington auch Neues zu einem möglichen Besuch des US-Präsidenten in Kallstadt geben. Derzeit gebe es dafür keine konkreten Pläne, sagte Jaworek dem SWR: "Mir ist nichts Näheres bekannt".
Er hoffe aber, so der Ortsbürgermeister, dass er den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Schweitzer bei der Reise ein bisschen näher kennenlernen könne. Und dann bekommer er "vielleicht auf die Frage, die Sie jetzt stellen, für mich persönlich auch eine Antwort." Kurz gesagt: Ob Trump in die Pfälzer Heimat seiner Großeltern väterlicherseits kommt - oder eben nicht.
Trump in Kallstadt? Bürgermeister würde sich freuen
Obwohl der Aufwand bei so einem Besuch Trumps in der Pfalz erheblich wäre, würde Jaworek dem US-Präsidenten gerne das Heimatdorf seiner Großeltern zeigen, sagt er.
Und was würde er dem US-Präsidenten dann gerne mal sagen? Dazu sagt Jaworek: "Ich denke, dann ist es nicht so sehr die Frage, was will man ihm sagen, sondern: Was können wir ihm zeigen?"
Und auf die Frage, was Bürgermeister Jaworek vom politischen Stil des US-Präsidenten hält, antwortet Thomas Jaworek sehr diplomatisch: "Es ist der demokratisch gewählte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und er steht in einer Reihe von Persönlichkeiten. Das, was von seiner zweiten Amtszeit übrig bleiben wird, das müssen die Geschichtsbücher dann zeigen."
Wein aus Kallstadt zum Tag der Deutschen Einheit
Übrigens: Bei der Feier zum Tag der Deutschen Einheit in der deutschen Botschaft in Washington wird es Wein aus Kallstadt geben - genauer gesagt vom Weingut Koehler-Ruprecht. Der Geschäftsführer des Weinguts Dominik Sona sagte dem SWR, er freue sich, dass insgesamt 120 Flaschen Kallstadter Spätburgunder und Riesling bei dem Fest ausgeschenkt werden.
Pfälzer Wein wird nach Washington mitgenommen
Der Geschäftsführer des Weinguts ist nicht bei der Reise nach Washington dabei. Aber: Er würde auch mit Donald Trump sprechen, wenn er denn mal nach Kallstadt kommen sollte. Ein Fan des US-Präsidenten sei er aber nicht, sagt Dominik Sona: "Nein, das muss man sagen, wie es ist: Fan bin ich nur vom FCK."