SWR1: Knapp eine Woche waren Sie mit der Delegation von Ministerpräsident Schweitzer (SPD) in den USA unterwegs. Die wichtigste Frage: Haben Sie Donald Trump getroffen oder aus nächster Nähe erlebt?
Thomas Jaworek: Nein, das haben wir nicht. Aber das war auch nicht geplant. Wenn man sieht, welchen Aufwand der Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu, der parallel verlaufen ist, jetzt hier ausgelöst hat, dann möchte ich mir nicht vorstellen, was es bedeutet, wenn man sehr nah an den US-Präsidenten kommt.
Kallstadter Bürgermeister Jaworek zieht positive Bilanz
SWR1: Wie haben Sie diese USA-Reise erlebt, was hat Sie besonders beeindruckt und was bleibt hängen?
Jaworek: Es war schon etwas Besonderes für einen ehrenamtlichen Kommunalpolitiker, mit dem Ministerpräsidenten mitreisen zu dürfen. Letztendlich haben wir natürlich auch große politische Themen angesprochen. Die Zölle oder den Beitrag, den Deutschland zur Verteidigung leisten soll. Das, was natürlich klar ist, ist, dass diese große Politik in den Dörfern und Städten ein Gesicht bekommt, einen Namen hat.
Gespräche über US-Truppen in Rheinland-Pfalz Schweitzer zieht positives Fazit seiner Washington-Reise
Kurz vor dem Rückflug nach Deutschland hat Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) ein positives Fazit seiner Reise nach Washington gezogen.
SWR1: Kein Kallstadter wird in die USA fahren, ohne Wein aus der Pfalz im Gepäck?
Jaworek: Wir hatten 120 Flaschen dabei. Ich kann berichten, dass der Riesling schon um kurz nach acht ausgetrunken war. Eines der großen Themen war, wie kann man denn eigentlich Pfälzer Wein kaufen? Es gibt wohl Moselwein und Liebfrauenmilch. Aber gerade der Pfälzer-Wein ist eben sehr beliebt bei denen, die bei uns in Kaiserslautern und in der Region ihren Militär-Dienst geleistet und Jahre verbracht haben.
Bürgermeister Thomas Jaworek: Stimmung geteilt
SWR1: Ich habe gehört, dass viele Menschen in der Gegend um Kallstadt eher die Nase voll haben von Donald Trump.
Jaworek: Ja, sicher ist auch Kallstadt nicht ungeteilt. Aber das, was ich immer gesagt habe und wozu wir auch stehen ist: Wenn die Nachfahren von Auswanderern sehen wollen, woher ihre Familie kommt, dann zeigen wir das gerne. Und vielleicht gibt es ja eben auch wirklich eine Begegnung mit der Vergangenheit […].
SWR1: Wird Donald Trump denn irgendwann vorbeikommen?
Jaworek: Ich glaube, die Chancen haben sich nicht erhöht und nicht minimiert. Letztendlich hängt es davon ab, wie er sich entscheidet und wie es dann eben nach seinen Wünschen auch das Bundeskanzleramt organisiert.