Noch bis August kommen beispielsweise Rollstuhlfahrer in Speyer nicht auf Gleis 2. Das hat der Behindertenbeauftragte der Stadt Speyer kritisiert.
Auch die Deutsche Bahn hat sich jetzt auf SWR Anfrage zu dem Thema geäußert. "Die Unannehmlichkeiten, die den Reisenden dadurch in Speyer entstehen, bedauern wir ausdrücklich", so eine Sprecherin. Doch wirklich etwas ändern könne man nicht daran. "Nach Abschluss der Arbeiten, die wir schnellstmöglich realisieren, steht ein neuer, zuverlässiger Aufzug zur Verfügung", so die Bahn.
Deutsche Bahn empfiehlt Mobilitätszentrale
Reisende könnten sich bei der Mobilitätszentrale melden, empfiehlt die Bahn. Die Anlaufstelle "berät bei der Planung einer barrierefreien Reise" und könne "alternative Verbindungen vorschlagen, die barrierefrei sind." Bis Anfang August sollen die Bauarbeiten am Bahnhof Speyer gehen, heißt es von der Bahn. Aber auch auf der Webseite der Deutschen Bahn und auf Plakaten vor Ort.
Aufzüge am Bahnhof Speyer haben Probleme gemacht
Der Behindertenbeauftragte der Stadt Speyer kritisiert den Zustand im Moment. "Die Aufzüge haben oft nicht funktioniert, es ist richtig, sie zu ersetzen", sagt Oliver Driest. Das Problem sei aber die Organisation der Baustelle. Denn ein Rollstuhl kann nicht getragen werden wie zum Beispiel ein Kinderwagen.
Bahn übernimmt keine Kosten für Transportdienst
Teilweise sei die Lösung, nach Germersheim zu fahren, dort das Gleis zu wechseln und wieder zurückzufahren. Alternativ könne ein Transportdienst von Schifferstadt nach Speyer fahren. Derzeit übernehme die Bahn die Kosten dafür nicht. Dazu äußert sich der Konzern nicht.
"Die Menschen können mich natürlich anrufen, wenn sie Hilfe brauchen", so Driest, der selber im Rollstuhl sitzt. Aber es brauche eine sinnvolle Lösung für die gesamte Zeit der Baustelle. Die Tageszeitung Rheinpfalz hatte zuerst über das Thema berichtet.