Größter Ausbildungsbetrieb in Rheinland-Pfalz

Ludwigshafen: Ausbildung für 478 junge Menschen bei BASF begonnen

Beim größten Ausbildungsbetrieb in Rheinland-Pfalz haben am Montag 478 Azubis ihre Ausbildung begonnen. Warum es deutlich weniger Azubis sind als in den Jahren zuvor.

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Es macht einen Unterschied, ob man eine Ausbildung bei einem kleinen Handwerksbetrieb beginnt, einem Hotel - oder bei der BASF, dem nach eigenen Angaben größtem Ausbildungsbetrieb in Rheinland-Pfalz.

Während bei Ersterem die Begrüßung wahrscheinlich eher klein ausfällt, werden die Neuen bei der BASF in Ludwigshafen in einer Multifunktionshalle. empfangen.

1. September, das heißt: Starttag für Azubis

478 Auszubildende begrüßte die BASF dort am Montagvormittag. Der 1. September ist der traditionelle Starttag für neue Azubis.

Ludwigshafen

Azubis üben, eine Gasleitung zu stopfen Azubis bei BASF-Werkfeuerwehr in Ludwigshafen: Mehr Bewerber als Plätze

Bei der Werkfeuerwehr lernen Azubis vor allem: Gasleitungen abdichten, sich auf Gefahrensituationen in einem Chemieunternehmen vorzubereiten. Die Ausbildungsplätze sind beliebt.

Der 1. September ist der traditionelle Starttag für neue Azubis. Elmar Benne, Ausbildungsleiter bei der BASF, freut sich, dass er fast alle seine Ausbildungsplätze besetzt hat - auch wenn es weniger Stellen als in den Jahren zuvor gab.

BASF: "Wirtschaftlich turbulente Zeiten"

"Wir sind momentan in wirtschaftlich turbulenten Zeiten. Deswegen wird es sicherlich eine Herausforderung, auch in den kommenden Jahren den Azubis eine Perspektive geben zu können", sagt Benne.

Man bilde bei der BASF bedarfsorientiert aus, sagt er. "Deswegen bilden wir dieses Jahr weniger aus als in den Vorjahren. Weil wir natürlich wollen, dass die Azubis danach die Möglichkeit haben, bei uns im Konzern zu arbeiten."

BASF: 8.300 Bewerbungen auf knapp 500 Stellen

Auf die knapp 500 Stellen gab es 8.300 Bewerbungen, so Benne. Einer, der es geschafft hat, ist Cansin Kara. Er ist 19 Jahre und strahlte am Montagmorgen über das ganze Gesicht. „Ich habe mich sehr gefreut und war sehr stolz auf mich, meine Eltern auch", sagt er. Sein Vater arbeitet auch bei der BASF.

Auszubildender bei der BASF in Ludwigshafen
Cansin Kara, 19, hat am Montag seine Ausbildung bei der BASF begonnen.

Zwar gab es keine Schultüte für die neuen Azubis. Aber ein buntes BASF-T-Shirt und ein Schlüsselanhänger war für jeden drin. In der Multihalle gab es verschiedene Stationen, die sie abklappern mussten - etwa, um ihre Arbeitskleidung abzuholen oder um Hör- und Sehtests zu machen.

Zwei Praktika vor Beginn des dualen Studiums

In der Gruppe derjenigen, die ein Studium (Ingenieur Elektrotechnik) mit einer Ausbildung kombinieren, ist die 19-jährige Lavinia Rammrath aus Haßloch. Sie hat schon zwei Praktika in der BASF gemacht.

 Lavinia Rammrath, Azubi bei der BASF
Lavinia Rammrath macht ein duales Studium bei der BASF im Bereich Elektrotechnik

„Ich war ein bisschen nervös, aber wurde hier sehr freundlich aufgenommen", sagt sie. "Dass ich bei der BASF angenommen werde, war eine große Erleichterung für mich - ein fester Platz in dem Bereich, der mich interessiert."

Nur zwei Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt

Auch Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen blieb am ersten Tag der Ausbildung - schließlich soll das Team im Mittelpunkt stehen. Deswegen bildeten die Auszubildenden für das Gruppenfoto mit allen, dann auch die Buchstaben T.E.A.M.

Übrigens: Es gibt nur zwei Ausbildungsplätze, die nicht besetzt werden konnten: Koch und Fachkraft für Gastronomie. Nicht gerade das Kerngeschäft des Chemieunternehmens, insofern wahrscheinlich ganz gut zu verschmerzen.

Erstmals publiziert am
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Autor/in
SWR

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