Bis Anfang 2028 sollen die ersten 47 Sozialwohnungen stehen

Ludwigshafen: Jetzt geht's los - erster Spatenstich für die Heinrich-Pesch-Siedlung

Corona, die Baukrise - es gab viele Gründe, warum sich auf dem Areal der zukünftigen Heinrich-Pesch-Siedlung nichts getan hat. Aber am Dienstag gingen jetzt die Bauarbeiten mit dem ersten Spatenstich offiziell los.

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Von Autor/in Nicoletta Prevete

"Ein Stein fällt mir heute vom Herzen", betonte der Geschäftsführer der Heinrich-Pesch-Siedlung beim ersten Spatenstich am Dienstag in Ludwigshafen. Neun Jahre Planungen, Antragstellungen, Investorensuche und Krisen liegen hinter dem ehrgeizigen Bauprojekt, das nun mit dem ersten Spatenstich los gegangen ist. Neben Ludwigshafens Oberbürgermeister Klaus Blettner (CDU) war die gesamte Stadtspitze beim Spatenstich vertreten. Aber auch Vertreter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft, GAG, die Investoren und der Bauträger waren dabei.

Erster Spatenstich Heinrich Pesch Siedlung
Die gesamte Stadtspitze, auch Oberbürgermeister Claus Blettner (CDU), war beim ersten Spatenstich für die Heinrich-Pesch-Siedlung dabei

"Als Bauherr will ich Bagger, Kräne, Zäune sehen. Und all das kommt jetzt - endlich!", freute sich der Geschäftsführer der Siedlung Ernst Merkel. Den Anfang der Bauarbeiten macht die Sahle Wohnen GmbH aus Münster, deren Geschäftsführer Friederich Sahle betonte: "Die Heinrich-Pesch-Siedlung passt zu uns wie der Pott auf Deckel! Hier soll ein Wir-Gefühl entstehen. Und für solche Projekte treten wir ein", so Friederich Sahle.

Erster Spatenstich Heinrich Pesch Siedlung
Ist froh, dass es endlich los geht: Der Geschäftsführer der zukünftigen Heinrich-Pesch-Siedlung Ernst Merkel.

800 Wohnungen bis 2030

Bis Anfang 2028 sollen die ersten 47 Sozialwohnungen stehen, bis Anfang 2029 dann weitere folgen. Denn die Heinrich-Pesch-Siedlung will vor allem eins: bezahlbares Wohnen möglich machen. "Es ist das spannendste Wohnprojekt in der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar", betonte Oberbürgermeister Klaus Blettner (CDU).

In 800 Wohnungen sollen bis 2030 2000 Menschen ein neues Zuhause finden. "Im urbanen Dorf wird nicht nur gewohnt, sondern zusammen gelebt", erklärte Blettner. Bezahlbarer Wohnraum sei die soziale Frage unserer Zeit und von Ludwigshafen solle ein starkes Signal zu dieser Frage ausgehen, so der OB.

Denn die Siedlung wird eine Art Dorfgemeinschaftshaus, Gemeinschaftshöfe und Grünanlagen haben - jede Menge Raum für persönliche Begegnungen. Ein Quartiersmanager soll täglich ein offenes Ohr haben für die Belange der Bewohner.

Aber auch die Bauträger selbst bieten Service für die Mieter an, etwa die 'Parea Gesellschaft', die zu Sahle Wohnen dazu gehört. Sie kümmert sich vor allem um die Belange der Senioren. "Um der Vereinsamung von älteren Menschen entgegen zu wirken, wird es Veranstaltungen, Kurse, Feste und gemeinsame Mahlzeiten geben", erklärte einer der Verantwortlichen.

OB Blettner beim ersten Spatenstich
Erfüllt sich einen Kindheitstraum: Ob Claus Blettner am Bagger beim ersten Spatenstich für die zukünftige Heinrich-Pesch-Siedlung in Ludwigshafen.

All dies ist im Sinne der katholischen Kirche, die den Boden für die neue Siedlung bereitstellt. Denn die Siedlung ist ein gemeinsames Projekt des Heinrich- Pesch-Hauses, der Katholische Akademie Rhein-Neckar und der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Ludwigshafen.

Der ehemalige Direktor des Heinrich-Pesch-Hauses, Johann Spermann, fasste in seiner Rede das Konzept der neuen Wohnsiedlung daher so zusammen:"Es geht um die Frage, wie Menschen leben wollen. Es soll nicht Fläche sondern Wohnraum entstehen, in ökologischer Verantwortung und mit dem Ziel gemeinschaftlichen Lebens."

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