Der tragische Unfall hatte sich am 13. August bei Garmisch-Partenkirchen in den bayrischen Alpen ereignet. Dort badeten der Speyerer und seine Frau in einem natürlichen Wasserbecken. Die starke Strömung erfasste die 49-Jährige und riss sie den Wasserfall hinunter. Dabei verunglückte sie tödlich. Ihr Mann versuchte noch, sie zu retten, stürzte dabei aber ebenfalls ab.
Ehemann schwebte nach Wasserfallsturz wochenlang in Lebensgefahr
Der Ehemann und Vater schwebte daraufhin tagelang in Lebensgefahr. Ein Polizeisprecher teilte nun auf SWR-Anfrage mit, dass er aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Derzeit werde in einer Reha-Klinik in Speyer behandelt. Wie es den Kindern geht, die das Unglück mit ansehen mussten, dazu machte die Polizei keine Angaben.
Ehepaar aus Speyer konnte sich wegen Strömung nicht mehr festhalten
Die Familie war auf dem Weg zur Zugspitze, als sie in einem Wasserbecken des Flusses Partnach badete. Das Becken war an manchen Stellen knietief, an anderen Stellen bis zu 1,70 Meter tief. Das Wasser sei im Wasserbecken etwa vier Grad kalt, sagte eine Polizeisprecherin damals. Die Frau aus Speyer konnte sich nach Angaben der Polizei nicht mehr über Wasser halten. Ihr 48 Jahre alter Ehemann sowie ein Bergführer wollten helfen. Wegen der starken Strömung konnte sich das Ehepaar nicht mehr festhalten und stürzte einen Wasserfall hinunter - zehn Meter in die Tiefe.
Kinder werden Augenzeugen des schweren Unfalls
Die Frau und ihr Mann blieben beide schwer verletzt im Wasser der Partnach liegen. Bei völliger Dunkelheit versorgte die gerufene Bergwacht demnach die Verletzten, ehe sie mit einem Rettungshubschrauber in Krankenhäuser kamen.
Absturz in den Alpen Tod am Großglockner: Kletterer aus dem Kreis Germersheim wohl ohne Seil unterwegs
Ein junger Mann aus dem Kreis Germersheim ist im Gebiet des Großglockners in Österreich hunderte Meter abgestürzt und gestorben. Der 29-Jährige war allein am Montag unterwegs.
Die 49-Jährige starb noch in der Nacht an ihren Verletzungen. Die beiden Kinder des Paares sowie ein weiteres Kind waren Zeugen des Unfalls. Sie wurden von der Bergwacht zu Fuß ins Tal begleitet, in das Krankenhaus, in das der Vater eingeliefert wurde. Dort wurden die Kinder von einem Kriseninterventionsteam betreut.
Familie wollte den Gipfel der Zugspitze besteigen
Das Ehepaar und die Kinder seien Teil einer achtköpfigen Wandergruppe gewesen, die von einem Bergführer begleitet wurde. Sie waren demnach auf dem Weg zur Zugspitze und wollten am nächsten Tag den Gipfel besteigen. Zuerst hatte die "Passauer Neue Presse" über das Unglück berichtet.
Tödlicher Wasserfallabsturz: Ermittlungen laufen noch
Ob die Staatsanwaltschaft gegen den Bergführer der insgesamt achtköpfigen Wandergruppe ein Verfahren einleiten wird, ist weiter unklar.
"Aktuell ist lediglich ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren anhängig, in welchem die konkreten Umstände des Bergunfalls ermittelt werden", schreibt die Staatsanwaltschaft München II auf Nachfrage dem SWR.
Nach Abschluss des Todesermittlungsverfahrens soll entschieden werden, ob ein Tatverdacht gegen den Bergführer besteht, so die Staatsanwaltschaft.