Den 3. Juli 2026 kann sich jeder Ludwigshafener Bürger dick im Kalender markieren: Dann rollt voraussichtlich nach zweieinhalb Jahren der Verkehr wieder ungestört über die B37. "Bei der Hochstraße Süd sind wir auf der Zielgeraden", freute sich Oberbürgermeister Klaus Blettner beim dafür einberufenen Pressetermin. "Die Fertigstellung ist ein echter Meilenstein."
Ein Projekt endet, das nächste startet
Zum ersten Mal im Einsatz ist die neue Brücke sogar schon zwei Monate früher. Bereits ab Mai wird ein erster Abschnitt geöffnet. Dann kann man von der Saarlandstraße auf die neue Hochstraße Süd in Richtung Mannheim auf- und umgekehrt in Richtung Bad Dürkheim in die Heinigstraße abfahren. "Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit ist das eigentlich Rekord, diese doch sehr marode Straße zu modernisieren", meinte Gesamtprojektleiter Eberhard Küssner.
Baustelle seit anderthalb Jahren Hochstraße Süd in Ludwigshafen: Rohbau der neuen Brücke ist fertig
Nach eineinhalb Jahren Arbeit steht der Rohbau der neuen Hochstraße Süd in Ludwigshafen. Ganz fertig ist die Verkehrsachse aber noch nicht.
Der Stadt war es wichtig, erst das eine Großprojekt abzuschließen, bevor mit dem nächsten begonnen wird. Ab dem 10. August 2026 ist dann nämlich die Hochstraße Nord an der Reihe.
Großbaustelle mitten in der Stadt
Der gesamte Nordbrückenkopf an der B44 wird gesperrt und in den kommenden Jahren abgerissen, dann kann man also nicht mehr über die Hochstraße Nord in Richtung Mannheim fahren. Von der anderen Rheinseite kommend bleibt die Kurt-Schumacher-Brücke für Fuß-, Rad- und Autoverkehr in Richtung Oppau weiter geöffnet.
Wiedereröffnung erst im zweiten Quartal 2026 Ludwigshafen: Hochstraße Süd wird später als geplant eröffnet
Die Hochstraße Süd in Ludwigshafen kann erst später als geplant wieder befahren werden. Im zweiten Quartal 2026 soll sie fertig sein.
Laut Eberhard Küssner soll das auch noch mindestens eineinhalb Jahre so bleiben. Auf jeden Fall werden die Einwohner Ludwigshafens aber auf eine weitere Geduldsprobe gestellt. "Wir werden für rund vier Jahre eine echte Großbaustelle mitten in der Stadt haben", so Klaus Blettner.
Noch mehr Baumaßnahmen
Hier findet das laut Stadt mit Abstand komplexeste Bauvorhaben des Gesamtprojektes statt. Zukünftig wird der Nordbrückenkopf die neue Helmut-Kohl-Allee mit der Kurt-Schumacher-Brücke verbinden, seine Fertigstellung ist für Ende 2031 geplant.
Ersatzbau für Hochstraße Nord Helmut-Kohl-Allee in Ludwigshafen wird 80 Millionen Euro billiger
Mit jeder Prognose der Kosten für die Hochstraßen in Ludwigshafen hieß es bisher immer: Es wird teurer und noch teurer. Jetzt zum ersten Mal sinken die Kosten offenbar.
Im Zuge des Mega-Projektes der beiden Hochstraßen finden noch weitere Baumaßnahmen statt: Von April bis voraussichtlich Jahresende wird der Würfelbunker am Nordbrückenkopf abgerissen.
Für den Würfel auf dem Bunker wird aktuell ein neuer Platz gesucht – laut Blettner in Zukunft vielleicht die "Ludwigstürme" der Stadtverwaltung in der Ernst-Boehe-Straße. Unter der Hochstraße Süd entsteht außerdem ein neuer Radweg, der schon im kommenden Jahr abschnittsweise befahren werden könne. Und mit der sogenannten "Bleichstraßen-Kurve" wird südlich des Berliner Platzes eine neue Bahntrasse geschaffen, durch die das ÖPNV-Angebot im Stadtgebiet deutlich verbessert werden soll.
Ziel: Stadtentwicklung vorantreiben
Die Kosten für das gesamte Infrastrukturprojekt rund um die beiden Hochstraßen liegen weiter bei rund 1,1, Milliarden Euro. "Wir wissen, dass unsere Baustellen Behinderungen und Erschwernisse bedeuten", meinte der Oberbürgermeister. "Dennoch erfahren wir Unterstützung und Verständnis. Das ist nicht selbstverständlich, und dafür möchte ich mich bedanken." Denn man habe ein Ziel vor Augen: Eine leistungsfähige Infrastruktur für Ludwigshafen schaffen und damit die Stadtentwicklung vorantreiben.
Baustelle pausiert einen Tag Tatort Ludwigshafen: Dreh an Abbruchkante der Hochstraße Süd
Am Montag ist auf der Hochstraße Süd die Szene einer neuen Folge des Tatorts aus Ludwigshafen gedreht worden. Dafür musste die Baustelle für einen Tag pausiert werden.
Digitaler Dialograum und Info-Markt
In den kommenden Wochen und Monaten will die Stadtverwaltung noch mehr als bisher über jeden Planungs- und Bauabschnitt informieren. Auf www.ludwigshafen-diskutiert.de wird vom 9. bis 23. März ein digitaler Dialograum eingerichtet. Dort können Bürger Fragen einreichen, die dann von Fachleuten beantwortet werden. Am 27. Juni soll außerdem wieder ein Info-Markt in der Rhein-Galerie stattfinden