Montagmorgen bei der Stadtverwaltung in Frankenthal. Statt nur den Kollegen zu begrüßen, ist es inzwischen auch ein Hund, der mit einem Streicheln begrüßt wird. So stellt man sich den neuen Arbeitsalltag der Mitarbeiter bei der Stadtverwaltung in Frankenthal vor.
Bürohunde sollen Arbeitsplatz beliebter machen
Denn seit Juli ist es möglich, als Frauchen oder Herrchen seinen Hund mit ins Büro zu nehmen. Das soll den Arbeitsplatz attraktiver und innovativer machen, schreibt die Stadtverwaltung in ihrer Pressemitteilung.
Was passiert bei Angst vor Hunden oder Allergien?
17 Hunde gehen also nun auch täglich zur Arbeit. Aber nur, wenn die direkten Kollegen kein Problem damit haben, erklärt die Pressesprecherin auf Anfrage des SWR. Heißt, gibt es jemanden, der sich damit unwohl fühlt oder eine Allergie hat, kann der Hund nicht mitgenommen werden.
"In einem Fall ist es auch so gewesen, da ist der direkte Kollege allergisch. Das heißt, der Hund muss leider Zuhause bleiben", so Lisa Randisi von der Pressestelle der Stadtverwaltung Frankenthal. Außerdem müssen die mitgenommenen Hunde immer "gut erzogen" und haftpflichtversichert sein.
Damit es auch den Hunden gut geht, muss es Rückzugsorte im Büro für sie geben und natürlich immer ausreichend Wasser. Büros mit Hunden sollen auch klar gekennzeichnet sein, dass sich niemand erschreckt.
Es gebe erste positive Rückmeldungen: "Die Stimmung verbessert sich, der Teamgeist wächst und die Mitarbeitenden fühlen sich stärker wertgeschätzt", so die Verwaltung.
Vorbild Ludwigshafen mit 110 Hunden
Neben Frankenthal ist es auch für Mitarbeiter der Stadtverwaltung in Ludwigshafen möglich, ihren Hund mit zur Arbeit zu nehmen. Dort gehen inzwischen 110 Hunde regelmäßig mit ihren Frauchen oder Herrchen zur Arbeit. Die Frankenthaler Stadtverwaltung hatte sich vor ihrem Pilotprojekt in Ludwigshafen über ihren Umgang damit informiert.