Seminar für Erstsemester

So geht die Universität in Landau mit Künstlicher Intelligenz um

Erstmalig bietet die Rheinland-Pfälzische Technische Universität (RPTU) in Landau und Kaiserslautern für alle Erstsemester eine Veranstaltung zur Künstlichen Intelligenz an. Ein Professor erklärt, wie man sensibel mit KI umgehen kann.

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Von Autor/in Amely Fix

Unter dem Namen "KI-Kompass" sollen die Erstsemester zum Studienstart lernen, wie sie verantwortungsvoll mit KI umgehen. Vor allem sollen sie keine vertrauenswürdigen Daten an eine offen zugängliche KI geben und auch nicht für alles KI nutzen, so Sven Krunke, Chief Digital Officer der Uni und Moderator der Veranstaltung.

Gemeinsam mit Partnern wie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft zählt die RPTU zu den führenden Institutionen im Bereich der KI-Forschung in Deutschland. Somit profitieren die Studenten von direktem Wissen der Professoren und KI-Forschern der Universität.

Uni Landau: Vorträge zu KI mit interaktiven Elementen

Die dreistündige Veranstaltung besteht aus fünf Vorträgen rund um künstliche Intelligenz und interaktiven Elementen: Wurf-Mikros mit einer Schaumstoff-Hülle fliegen durch die Luft, sodass Studierende Fragen beantworten und stellen können.

Durch die hohe Nachfrage findet die Veranstaltung in mindestens zwei großen Hörsälen statt und wird per Video live übertragen.

Mensa-Gutschein zu gewinnen

Der KI-Kompass ist Teil der Orientierungswoche und kombiniert Präsenzveranstaltungen mit einem digitalen Vertiefungsangebot: Es gibt auch einen Online-Selbstlern-Kurs mit Animationen. Dieser dauert etwa sechs bis sieben Stunden, wenn man ihn ganz macht.

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Darin kann man beispielsweise lernen, wie man einen guten "Prompt", das ist ein KI-Kurzbefehl, formuliert. Als Preis können die Studierenden einen Mensa-Gutschein gewinnen, wenn sie ihn machen. Damit möchte man die Studenten motivieren, sich mit KI auseinanderzusetzen.

Herausforderungen, die die KI mit sich bringt

Die Herausforderung sei, dass manche Studenten KI für alles benutzen, auch für einfache Suchanfragen. Wobei der CO2-Ausstoß bei einer KI-Anfrage etwa 20mal höher ist als bei einer regulären Google-Anfrage, so Krumke.

Das möchte die Universität sensibilisieren. Einige sind auch sehr unreflektiert in Bezug auf Datenschutz und ihnen ist nicht bewusst, dass alle Daten an Dritte weitergegeben werden.

So geht die Universität mit KI um

KI spiele eine zentrale Rolle für die Universität in Bereich Forschung und Digitalem und werde an vielen Stellen genutzt.

In manchen Bereichen dürfen die Studenten KI benutzen, müssen es aber kennzeichnen – z.B. um die Rechtschreibung in einer schriftlichen Arbeit zu korrigieren. Wie und wo sie Künstliche Intelligenz nutzen dürfen, wird anfangs gesagt und es muss auch immer eine Eigenständigkeitserklärung unterschrieben werden. Alle Vorgaben dazu sind in einem Paper festgelegt.

Es gibt auch einige datenschutzkonforme KI-Tools für Studenten der Universität, die jederzeit kostenlos nutzbar sind. Darunter unter anderen Bildgeneratoren, Transkriptionstools und eine KI-Chat-Plattform.

Auch die Prüfungen müssen angepasst werden. So sollen immer mehr mündliche als schriftliche Prüfungen stattfinden.

Weitere KI-Tools in Planung

Die Universität plant ebenfalls einen datenschutzkonformen KI-Bot für Studenten, der durch die Website der Universität lotsen soll. Man kann ihm Fragen stellen wie etwa: "Ich will… studieren" oder "Ich brauche einen Ausweis für…" - und er leitet dann an die Ansprechpartner weiter. Bis Anfang nächsten Jahres soll das umgesetzt werden.

Auch ein Zertifikatskurs für alle Studierende der RPTU mit ECTS-Punkten soll bis zum nächsten Wintersemester wählbar sein.

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Amely Fix
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