Was macht die Stadt dagegen?

Kita-Ausbau in Ludwigshafen schleppend - 1.200 Plätze fehlen

Der Stadt fehlen zur Zeit immer noch knapp 1.200 Plätze in Kindertagesstätten. In diesem Jahr werden aber nur 160 Plätze geschaffen. Auch nicht gelöst ist das Personalproblem.

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Wie die Stadt auf SWR-Anfrage mitteilt, fehlen laut aktuellem Bedarfsplan 1.145 Kitaplätze für Kinder ab zwei Jahren und 30 Plätze für unter zwei. Eine ganz neue Kindertagesstätte in der Rheinallee soll am 1. April eröffnet werden, mit 75 regulären Plätzen. Zum selben Zeitpunkt kann auch der Ersatzbau für eine Kita in der Schanzstraße eröffnet werden, der 50 zusätzliche Plätze bietet und darüberhinaus zehn U2-Plätze. Weitere 25 neue Plätze entstehen im Ersatzbau der evangelischen Kita Kibitop im Stadtteil Maudach - aber erst Anfang August.

Flexi-Kitas erst im kommenden Jahr

Die Stadt setzt große Hoffnungen darauf, dass künftig schneller Kitas gebaut werden können, die nach einem Baukasten-System erstellt werden. Aber auch diese sogenannten Flexi-Kitas lassen auf sich warten. Bis April ist die Kita Schanzstraße in einem Ausweichquartier in Containern auf einem Gelände in der Nähe des Städtischen Klinikums untergebracht. Dort soll später eine Flexi-Kita mit weiteren 100 Plätzen entstehen. Diese Kita wird aus einem zweigeschossigen Gebäude in Holz-Modulbauweise bestehen. Eine Entscheidung dazu fällt der Stadtrat Ende September.

Eine Kita: Symbol für es fehlt an Kita-Plätzen und Erzieherinnen in Ludwigshafen
Mangel an Erzieherinnen ist auch in Ludwigshafen ein Problem.

Mangel an Kita-Personal

Noch nicht gelöst ist auch das Personalproblem der Stadt. Eine Sprecherin sagte, noch immer seien 70 Stellen in den Kitas nicht besetzt. Derzeit gebe es aber verschiedene Werbekampagnen, um neue Erzieherinnen und Erzieher zu gewinnen. Dadurch konnten bislang vier neue Mitarbeiter eingestellt werden.

In der Vergangenheit haben immer wieder Eltern nach Angaben der Stadt auf einen Kitaplatz geklagt. 2024 waren es 178 Klagen, im vergangenen Jahr 119 und in diesem Jahr bereits drei Klagen. In vielen Fällen wurde den klagenden Eltern ein Kitaplatz vermittelt, allerdings nicht im eigenen Stadtteil oder auch erst ein Jahr später, als gefordert. Schadenersatz musste die Stadt nach Angaben einer Sprecherin bisher nicht zahlen.

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SWR

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