Die Teilnehmer der Tagung am Donnerstag und Freitag reisen aus ganz Deutschland an. Gleich am Anfang machen sie sich ein Bild davon, wie Verkehr in einer Stadt funktioniert, die einer großen Baustelle gleicht. Ludwigshafens Verkehrsdezernent Alexander Thewalt (parteilos) nimmt sie mit zu einer Exkursion "Stadt im Wandel". Wer dazu keine Lust hat, kann den Betriebshof der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH im Stadtteil Rheingönheim besichtigen.
Die Menschen mitnehmen
Eigentlich geht es aber bei der "Deutschen Konferenz für Mobilitätsmanagement" um das Thema "Menschen für die Mobilitätswende zu gewinnen" und dabei vor allem um die Rolle der Kommunikation: Wie kann sie am besten zur Wende beitragen? Organisiert hat diese Fachtagung die "Deutsche Plattform für Mobilitätsmanagement", ein eingetragener Verein in Berlin, der sich der "nachhaltigen und umweltfreundlichen Mobilität" verschrieben hat.
Minister und Ministerin bei Diskussionen
Im Gegensatz zu den sperrigen Namen für Veranstaltung und Verein präsentiert sich der Titel für die Podiumsdiskussion zum Auftakt erfreulich griffig: "Zuckerbrot und Peitsche. Welche Maßnahmen bringen die Mobilitätswende voran?" Daran wird unter anderem der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) teilnehmen. Auch am Freitag wird auf dem Podium diskutiert: "Lust auf Veränderung. Wie funktioniert wirksame Kommunikation von neuer Mobilität?" Dafür ist die Mainzer Umweltministerin Katrin Eder (Grüne) angekündigt.
Von Lastenrädern zum Bike-Sharing
Schwerpunkt des Treffens im Pfalzbau sind aber die 18 Workshops und Foren. Dort werden von Experten Lösungen für einzelne Probleme diskutiert. Zum Beispiel: Ist das Lastenrad ein "Verkehrswende-Star"? Sind Fahrradstraßen wichtiger als Pkw-Parkplätze? Wie können hitzige Verkehrsdebatten befriedet werden und wie können dabei Argumente für die Mobilitätswende überzeugend vertreten werden? Und warum nutzen Männer die Angebote des Bike-Sharings häufiger als Frauen?
"Zugehört" - Serie zur Kommunalwahl BW 2024 Bürgermobile, Radwege oder Busse: Wie ÖPNV auf dem Land funktionieren kann
In Dellmensingen droht ein kleiner Verkehrs-GAU. Denn die Stadt Ulm überlegt, ihre direkte Busverbindung zu dem Erbacher Teilort zu streichen. Doch es gibt Widerstand.
Viele Ideen werden vorgestellt
Einige Beispiele aus ganz Deutschland werden vorgestellt. Zum Beispiel, wie Babys und Kleinkinder im Fahrradanhänger transportiert werden. Oder dass in Berlin Eltern in Gruppen mit ihren Kindern gemeinsam zur Schule fahren: das Projekt heißt "Bicibus". Auch ein Angebot aus unserer Region wird präsentiert. "VRN-Flexline" heißt das Konzept, bei dem die Fahrgäste mit Hilfe einer App einen Shuttle-Service buchen können.
Nichts ist umsonst
Rund um die Tagungsräume im Pfalzbau gibt es einen "Markt der Möglichkeiten". 19 Firmen, Berater und Verbände präsentieren sich dort. Sechs Quadratmeter Ausstellungsfläche kosten rund 1.000 Euro. Auch die Teilnahme an der Tagung ist kein Sonderangebot - und kostet 190 Euro pro Person.