Insgesamt 26 Hunde, 17 Katzen und sechs Kaninchen hat das Veterinäramt aus einem Haushalt im Rhein-Pfalz-Kreis gerettet. Wie der Kreis in einer Pressemitteilung am Montag mitteilte, befanden sich die Tiere in katastrophalem Zustand.
In welchem Zustand waren die Hunde und Katzen?
Die Hunde waren von Flöhen befallen. Sie hatten gelblich verfärbte und mit Kot verkrustete Krallen. Ein Hund saß mit einer handflächengroßen Kopfverletzung in einer mit Müll gefüllten Badewanne. Die Hunde alle wirkten "teilnahmslos bis verängstigt".
Die Katzen litten an Katzenschnupfen und präsentierten symptomatisch Augen- und Nasenausfluss sowie Niesen.
Warum wurde das Veterinäramt eingeschaltet?
Die Tiere lebten in einer extrem zugemüllten Wohnung. "Müll und Unrat stapelten sich teils bis an die Decke und der Boden war zum Großteil nicht mehr zu erkennen, da dieser mit Kot und Dreck bedeckt war", schreibt der Kreis. "Es lag ein erdrückender Gestank nach Müll, Fäkalien, Schweiß und Tieren in der Luft."
Das Veterinäramt und die Polizei wurden auf den Halter aufmerksam, weil eine anonyme Anzeige wegen illegalen Handels mit stark missgebildeten Chihuahua-Welpen einging. Bei einer Kontrolle verweigerte der Mann zunächst den Zutritt zu seinem Gelände. Später präsentierte er einige Hunde, die gesundheitlich schlecht aussahen.
100 Tiere vernachlässigt Prozess um Tierquälerei: Mann aus Lambsheim zu Geldstrafe verurteilt
Ein Mann aus Lambsheim (Rhein-Pfalz-Kreis) hatte rund 100 Tiere völlig vernachlässigt. Deshalb muss er 750 Euro Strafe zahlen. Die Kreisverwaltung hatte ihm zuvor verboten, Wirbeltiere jeglicher Art zu halten.
Was droht dem Tierhalter jetzt?
Mithilfe eines Durchsuchungsbeschlusses Mitte Juni offenbarten sich dem Veterinäramt die kompletten katastrophalen Zustände. Die geretteten Tiere wurden durch die Tierrettung in drei Tierheimen und Tierschutzvereinen untergebracht.
Der Tierhalter muss mit einem Tierhalte- und Betreuungsverbot sowie einem Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz rechnen.