Um gegen leerstehende Wohnungen vorzugehen, hat Landau im vergangenen Jahr eine Satzung erlassen. Die Satzung verbietet, Wohnungen in Landau unbegründet leer stehen zu lassen oder sie für andere Zwecke als zum Wohnen zu nutzen.
Von den im Februar der Stadt gemeldeten 715 Leerständen sind mittlerweile 202 Objekte wieder bewohnt, bestätigte eine Stadtsprecherin.
Bei den jetzt noch leerstehenden Objekten handele es sich überwiegend um einzelne Wohnungen oder Einfamilienhäuser. Nach Angaben der Stadt beträgt die Leerstandsquote in Landau circa 2,5 Prozent. Das sei im Bundesdurchschnitt ein eher geringer Wert.
Veranstaltung im Media:TOR in Speyer Initiative gegen Leerstände in Landau will andere Kommunen unterstützen
Die Landauer Leerstandsinitiative geht gegen Leerstände im Stadtgebiet vor und will jetzt auch andere Kommunen dabei unterstützen. Wir haben mit der Initiative gesprochen.
Landau: Ein Eigentümer kooperiert nicht mit der Stadt
Alle Eigentümer, mit einer Ausnahme, würden mit der Stadt kooperieren. Gegen den Eigentümer, der nicht mit der Stadtverwaltung zusammenarbeiten will, sei ein Zwangsgeld von 500 Euro verhängt worden. Sollte er weiterhin nicht kooperieren, droht ein zweites Zwangsgeld von 1.000 Euro, sagte die Sprecherin der Stadtverwaltung.
Satzung in Landau seit Januar 2024
Die Satzung gegen den Wohnungsleerstand in Landau ist im Januar 2024 in Kraft getreten. Sie trägt den Namen "Zweckentfremdungsverbotssatzung". Binnen eines Jahres hatte die Stadtverwaltung 20.600 Eigentümer angeschrieben, um zu klären, ob sie freien Wohnraum haben. Dazu sollten die Wohnungseigentümer und Hausbesitzer einen Fragebogen ausfüllen.
Die Satzung mit dem sperrigen Namen verbietet es Eigentümern, Wohnraum länger als sechs Monate lang leerstehen zu lassen. Wer das trotzdem macht, braucht dafür eine Genehmigung - oder zahlt eine Strafe, wie jetzt in einem Fall geschehen.
Oberbürgermeister begrüßt die Entwicklung
Landaus Oberbürgermeister Dominik Geißler (CDU) freut sich über den Rückgang der Leerstände. Er sagte: "Es ist ein positives Signal, dass sich erste Eigentümerinnen und Eigentümer bewegen und leerstehender Wohnraum wieder genutzt wird. Wir werden diesen Weg konsequent weitergehen – im Dialog, aber bei Bedarf auch mit Nachdruck."