Die Anlage soll im Jahr 183.000 Kilowattstunden Strom erzeugen - je nach Wetter. Das entspricht den Projektleitern zufolge dem Jahres-Strombedarf von rund 46 Vier-Personen-Haushalten.
Im Sommer werde damit der Verbrauch des Heinrich-Böll-Gymnasiums mehr als gedeckt. "Auch in den Übergangszeiten, also Frühling und Herbst, kann die Anlage die Schule großflächig mit Strom versorgen", so der Projektleiter der Stadt, Marco Schnell.
Im Winter müsse die Schule aber - wie es bei allen Photovoltaikanlage der Fall sei - noch extra Strom aus dem Netz beziehen.
Die Anlage auf dem Mundenheimer Schulzentrum ist Teil eines 3,5 Millionen schweren Klimaschutz-Projektes, das über die KIPKI-Fördermittel des Landes finanziert wird.
In den vergangenen Monaten wurden bereits siebzehn Photovoltaikanlagen installiert - überwiegend auf den Dächern von Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen.
Vier weitere sollen bis Mitte kommenden Jahres folgen. Laut Stadt können so 350 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr eingespart werden.
Das passiert sonst noch mit den KIKPI-Fördergeldern
Anfang 2024 hat das Klimaschutzministerium der Landesregierung den Förderantrag der Stadt Ludwigshafen für das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) bewilligt.
Damit stehen der Stadt nach eigenen Angaben über 7,5 Millionen Euro für die Umsetzung von insgesamt 17 Projekten zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel bereit.
"Vier Projekte beschäftigen sich mit Klimaanpassung wie Entsiegelung, Begrünung und Schaffung von Rückhalteflächen zum Hochwasserschutz", so Ellen Schlomka, Leiterin der Stabstelle Klimaschutz der Stadt Ludwigshafen.
Die anderen dreizehn dienen dem Klimaschutz: "Die Stadt stattet eine der Berufsschulen in Ludwigshafen mit LED-Leuchten aus, Bürgerinnen und Bürger bekommen einen Zuschuss, wenn er sich ein Balkon-Kraftwerk zulegt und es gibt zahlreiche Heizungstausche, wo wir Gebäude an die Fernwärme anschließen", nennt Schlomka einige Beispiele.