Hund kam illegal in Rhein-Pfalz-Kreis

Tollwut-Fall in Hochdorf-Assenheim: Keine Gefahr mehr für Kontaktpersonen

Vor ein paar Tagen wurde bei einem toten Hund in Hochdorf-Assenheim das Virus nachgewiesen. Gefahr für Kontaktpersonen bestehe laut Veterinäramt nicht mehr.

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Stand

Es war der erste Tollwut-Fall seit Jahren: Ende Januar wurde bei einem toten Hund in Hochdorf-Assenheim (Rhein-Pfalz-Kreis) Tollwut nachgewiesen. Das teilte die Welttiergesundheitsorganisation (Wahis) in einem Bericht mit.

Nach Angaben der Wahis ist Deutschland seit 2008 offiziell frei von terrestrischer Tollwut.

Tollwut in Hochdorf-Assenheim: Keine Gefahr für Menschen

Für Kontaktpersonen bestehe keine Gefahr mehr, sagte Dr. Conrad Freuling vom Friedlich-Löffler-Institut in Greifswald dem SWR auf Nachfrage.

Veterinäramt und Gesundheitsamt hätten bei dem Tollwut-Fall im Rhein-Pfalz-Kreis professionell gehandelt, so der Experte. Deshalb liege jetzt das Risiko einer Tollwut-Infektion der Kontaktpersonen bei null.

Hund hatte Besitzerin gebissen

Der aus Russland importierte und erkrankte Hund hatte nach SWR-Informationen zwar seine neue Besitzerin gebissen. Die rechtzeitig verabreichten Impfstoffe schützen jedoch zu 100 Prozent, erklärte der Experte. Laut Veterinäramt besteht auch für andere Tiere im Kreisgebiet keine Gefahr.

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Tollwut nach dem Tod festgestellt

Der Hund starb am 25. Januar, das Virus wurde nach dem Tod bei Untersuchungen des Tieres festgestellt.

Das ursprünglich aus Russland stammende Tier habe Verhaltensauffälligkeiten gezeigt und sei in Quarantäne gekommen, bevor es starb. Das teilte die Verwaltung des Kreises am Montagnachmittag mit. Die Veterinärbehörde habe sämtliche Kontakte ermittelt und diese informiert. Eine Gefahr für weitere Tiere im Rhein-Pfalz-Kreis bestehe laut Verwaltung nicht.

Falsche Papiere? Hund soll gegen Tollwut geimpft worden sein

Im Bericht der Wahis heißt es, dass der Hund bei seiner Einreise acht Monate alt gewesen sein soll. Er soll zudem mit Chip versehen und gegen Tollwut geimpft gewesen sein.

Der Hund sei über eine Internetplattform von einer russischen Organisation erworben worden, teilte die Kreisverwaltung mit. Er wurde demnach mit anderen Hunden und Katzen transportiert, die neben Deutschland für Österreich, Schweiz, Belgien und Frankreich bestimmt waren. In das Zuständigkeitsgebiet der Kreis-Veterinärbehörde kamen keine weiteren Tiere.

Hund illegal nach Deutschland gekommen

Die Untersuchung des Tieres nach seinem Tod ergab, dass es bei seiner Einreise in die EU jünger war als angegeben. "Damit waren die Einfuhrvoraussetzungen nicht erfüllt und die Einfuhr war illegal", so die Wahis. Möglicherweise waren dem jungen Hund aus Russland falsche Papiere zugeordnet - und er war gar nicht gegen Tollwut geimpft, so die Polizei. Die Kriminalpolizei ermittele wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Tiergesundheitsgesetz.

Eine Infektion mit Tollwut, auch Rabies und Lyssa genannt, kann auch für Menschen lebensgefährlich sein. Ohne Impfung führt eine Infektion meist zum Tod. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jährlich etwa 60.000 Menschen an der Infektion mit sogenannten Lyssaviren.

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