Besonders schwerer Raub, besonders schwere Vergewaltigung und schwere Körperverletzung. Das sind die Gründe, weshalb das Landgericht Frankenthal den 37-Jährigen am Dienstag zu einer Haftstrafe von 13 Jahren verurteilt hat. Die Kammer schloss sich damit der Forderung Staatsanwaltschaft voll an. Ein psychiatrischer Gutachter hatte dem jetzt Verurteilten trotz seines Drogenkonsums volle Schuldfähigkeit bescheinigt.
Der Angeklagte habe damals täglich Drogen konsumiert, so auch am Tag der Tat, und sei daran gewöhnt. So hätte ihn dieser Drogenkonsum nicht beeinträchtigt und er sei schuldfähig.
Frankenthal: 37-Jähriger fängt nach Urteil an zu weinen
Der Verurteilte war im Ausland schon vorbestraft und hatte Haftstrafen verbüßt. Sexuelle Straftaten seien aber nicht bekannt. Der Pflichtverteidiger hatte zuvor eine wesentlich geringere Strafe gefordert. Über das Opfer sagte die Richterin am Dienstag: "Sie wird bis an ihr Lebensende traumatisiert sein." Zum Angeklagten sagte sie: "Die Konsequenzen werden Sie nun zu tragen haben." Nach der Urteilsverkündung fing der 37-Jährige an zu weinen.
Er hatte die Vorwürfe bereits vor Gericht eingeräumt und damit zugegeben, die mittlerweile 86-jährige Seniorin am zweiten Weihnachtsfeiertag im Jahr 2024 überfallen und schwer verletzt zu haben.
Gutachterin: Seniorin hätte sterben können
Im Prozess hatte eine medizinische Gutachterin gesagt: "Die Seniorin hätte sterben können". Laut Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte die Frau stundenlang brutal gequält und vergewaltigt.
Staatsanwaltschaft fordert 13 Jahre Haft 85-Jährige vergewaltigt, misshandelt und ausgeraubt: Plädoyers am Landgericht Frankenthal
Im Prozess um den brutalen Überfall auf eine 85-Jährige in ihrer Wohnung in Ludwigshafen sind am Landgericht Frankenthal die Plädoyers gesprochen worden. Zuvor haben mehrere Gutachter ausgesagt.
In seinem Schlusswort hatte der 37-Jährige, der gebürtig aus Polen kommt, in seiner Muttersprache gesagt: Er bereue sehr, dass er sich "wie ein Tier" verhalten habe.