Wegen Brückenschäden

B9 in Speyer vorerst gesperrt - Stadt warnt vor Verkehrschaos

Wer nach Speyer pendelt, dort wohnt oder die Stadt besucht, braucht jetzt viel Geduld: Eine zentrale Verkehrsachse musste kurzfristig gesperrt werden - mit Folgen für alle, die in die Stadt wollen.

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An gleich zwei Brücken an der Bundesstraße in Speyer sind massive Schäden entdeckt worden. Seit dem 19. September ist die vielbefahrene Bundesstraße deshalb bis auf Weiteres gesperrtn - und zwar zwischen dem Autobahnkreuz Speyer im Norden (A61) und der Ausfahrt zur B39 in beiden Fahrtrichtungen. Das hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) mitgeteilt.

Autofahrer werden deshalb weiträumig über die A61 und die B39 über Hockenheim umgeleitet. Eine Karte zur Sperrung gibt es hier. Ebenfalls von der Sperrung betroffen ist die L528 Iggelheimer Straße im Bereich der Anschlussstelle.

Brücken an der B9 in schlechtem Zustand

Wie der LBM dem SWR sagte, ist der schlechte Zustand der Brücken erst jetzt durch einen Gutachter festgestellt worden. Man habe sich nicht mehr mit der Polizei und der Stadt Speyer absprechen können. Deshalb habe der LBM lieber großzügiger gesperrt, wolle sich aber in der kommenden Woche mit den anderen beteiligten Behörden noch einmal abstimmen. Die maroden Brücken müssten ersetzt werden, dazu gebe es aber noch keine konkreten Planungen.

Stadt Speyer plant Entlastungsmaßnahmen im ÖPNV

Die Stadt Speyer warnt vor "erheblichen Beeinträchtigungen" der Verkehrsströme in und um Speyer aufgrund dieser Sperrung. Es würden verschiedene Entlastungsmaßnahmen vorbereitet, unter anderem im ÖPNV. So könne beispielsweise der Shuttle der Linie 561 ab Dienstag kommender Woche bis zum Freitag kostenfrei genutzt werden. Es werden nach Angaben der Stadt zudem zusätzliche Kapazitäten auf den Zugstrecken von und nach Speyer geprüft.

Sicherheit steht an erster Stelle

Die Sperrung werde Speyer an vielen Stellen treffen. Handel, Rettungskräfte, Gastronomie und Tourismus würden die veränderte Verkehrssituation zu spüren bekommen, so die Stadt.

"Gleichzeitig steht für mich fest, dass bei massiven Schäden an Brückenbauwerken die Sicherheit der Menschen an erster Stelle stehen muss. Deshalb ist die Entscheidung des Landesbetriebs Mobilität, die Strecke zu sperren, nachvollziehbar", erklärte Speyers Oberbürgermeistern Stefanie Seiler (SPD).

Gleichzeitig steht für mich fest, dass bei massiven Schäden an Brückenbauwerken die Sicherheit der Menschen an erster Stelle stehen muss.

Oberbürgermeisterin fordert schnelle Klärung zur Verkehrslage

Nun müsse schnelle Klarheit geschaffen werden, wie es weitergehen soll, forderte Seiler vom Land Rheinland-Pfalz. Die Kommune bat Bürgerinnen und Bürger, Pendler sowie Besucher, wann immer möglich auf Bus und Bahn umzusteigen. Die Stadt richtete aufgrund der Vollsperrung auch ein Bürgertelefon ein. Dieses ist unter der Rufnummer 06232-141312 erreichbar.

Homeoffice, Fahrgemeinschaften und flexible Arbeitszeiten

Damit der Verkehr etwas entzerrt werden kann, hat die Wirtschaftsförderung der Stadt Unternehmen in Speyer bereits über die Sperrung informiert. Sie bittet darum, die Betriebsabläufe, wo möglich, anzupassen, also Homeoffice und flexible Arbeitszeiten zu ermöglichen und Fahrgemeinschaften zu fördern.

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SWR

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