Das Trinkwasser in Rohrbach kann wieder ohne Abkochen genutzt werden. Das teilten die Verbandsgemeindewerke Herxheim und das Gesundheitsamt Südliche Weinstraße gemeinsam in einer Pressemitteilung mit.
Die gemessenen Chlor-Werte entsprechen den Vorgaben der Trinkwasserverordnung, heißt es weiter. Das Wasser sei aber weiterhin nicht für Aquarien geeignet. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite der Verbandsgemeinde.
Menschen in Rohrbach waren mehrere Tage ohne Leitungswasser
Dreieinhalb Tage lang war die Trinkwasserversorgung in Rohrbach im Landkreis Südliche Weinstraße gestört. Ursache waren zwei defekte Pumpen an einer Brunnenanlage des Ortes. Diese mussten in rund 50 Metern Tiefe mit Hilfe eines Schwerlastkrans ausgetauscht werden.
Man habe nach dem Ausfall der zwei Pumpen im Rohrbacher Brunnen nun Kontakt zu einem Pumpen-Hersteller aufgenommen, sagte der Bürgermeister Rohrbachs dem SWR. Der Hersteller müsse dann versuchen, einen passenden Ersatz aufzutreiben. Das sei bei solchen Spezialpumpen recht schwierig.
Ab Montag lief das Wasser wieder - es sollte aber zu dem Zeitpunkt nicht getrunken werden. Die Wasserprobe wurde an ein Labor geschickt, dort wurde untersucht, ob es die Mindeststandards einhält. Später konnte das Wasser dann abgekocht genutzt werden.
1.900 Menschen von Wasserausfall betroffen
Rund 1.900 Einwohnerinnen und Einwohner in Rohrbach hatten zeitweise am Wochenende gar kein Wasser mehr. Die Bevölkerung war am Sonntag per KATWARN über die Situation informiert worden.
Feuerwehr verteilt Wasser am Dorfgemeinschaftshaus
Den Sonntag über hatte die Feuerwehr am Dorfgemeinschaftshaus Trinkwasser in Flaschen an die Bevölkerung ausgegeben. Zusätzlich wurde aus einem Löschfahrzeug Brauchwasser verteilt.
Rohrbacher Ortsgemeinschaft hält zusammen
Eine Sprecherin der Verbandsgemeinde lobte den Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft der Ortsgemeinschaft in dieser schwierigen Situation. Die Stimmung sei trotz der Probleme überwiegend konstruktiv und verständnisvoll.
Nach Angaben der Feuerwehr haben auch Winzer mit privaten Brunnen Wasser an die Bevölkerung verteilt - sowie aus dem Trinkwassernetz aus anderen Orten. Unterstützung gab es von den Red Farmern, Landwirte also, die ehrenamtlich die Feuerwehren unterstützen.