Auf der einen Seite der Limburgberg mit Klosterruine, auf der anderen der Herzogweiher. Eigentlich liegt der Friedhof von Grethen-Hausen, einem Stadtteil von Bad Dürkheim, in sehr ruhiger Lage. Doch diese Idylle wird immer mal wieder durch ungebetene Gäste gestört: Wildschweine besuchen den kleinen Friedhof und hinterlassen dort durchwühlte Gräber und umgegrabene Grünflächen.
Eigentlich leben die hauptsächlich nachtaktiven Tiere fernab vom Menschen im angrenzenden Wald. Wenn sie dort aber nichts mehr zu fressen finden, kommen sie in die bewohnten Gebiete hinein, erklärt Gerd Ester, Beigeordneter der Stadt Bad Dürkheim.
Auch ein Zaun hält die Tiere nicht auf
Immer mal wieder würden Wildschweine daher auf dem Friedhof nach Nahrung suchen und ihn durchwühlen, das sei nicht ungewöhnlich. So extrem wie derzeit sei er allerdings noch nie verwüstet worden. Eigentlich ist das ganze Gelände auch mit einem stabilen Zaun ringsherum eingegrenzt. Das hält die Schweine allerdings nicht davon ab, trotzdem auf den Friedhof zu kommen. Sie graben sich unter ihm durch. "Für die Leute, die hier Gräber für ihre Verstorbenen pflegen, ist das sehr belastend", meint Gerd Ester, Beigeordneter der Stadt Bad Dürkheim.
Besserer Zaun soll die Wildschweine zukünftig fernhalten
Deshalb will die Stadt jetzt handeln. In Richtung Wald soll die Abgrenzung weiter verstärkt werden. Klar ist: "Der Zaun muss mehr im Boden verankert werden, damit die Wildschweine nicht mehr unten durchkommen", so Ester. Außerdem soll an den Eingängen zum Friedhof ein Mechanismus angebracht werden, damit die Türen immer selbstständig ins Schloss fallen. Auch ein Elektrozaun ist im Gespräch. Weil das Gelände jedoch im Naturpark Pfälzerwald liegt, muss die Naturschutzbehörde dieser Idee erst zustimmen.