Innerhalb weniger Tage zwei Kletterer verunglückt

Alpenverein reagiert auf erneuten Kletterunfall am Rotenfels

Der Deutsche Alpenverein hat nach zwei Kletterunfällen am Rotenfels in Bad Kreuznach bei der Sicherung nachgebessert. Außerdem will er Kletterer noch eindeutiger auf Gefahren hinweisen.

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Stand

Von Autor/in Sibylle Jakobi

Als Reaktion auf den ersten tödlichen Unfall eines Kletterers vor gut drei Wochen wurde laut Alpenverein am Felsmassiv nachgebessert. Am Zustieg zu den gängigen Routen hat der Verein demnach zusätzliche Sicherungshaken und Markierungen angebracht. Außerdem will er auf seiner Internetseite vor allem ortsfremde Kletterer künftig noch eindeutiger informieren.

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Unfälle laut Alpenverein nicht vergleichbar

Der Kletterer, der am vergangenen Freitag verunglückt war, sei allerdings selbst Vereinsmitglied. Er habe alle klettertechnischen Sicherheitsregeln eingehalten, so die Sektion Nahegau des Deutschen Alpenvereins auf SWR-Anfrage.

Deshalb hätten sich in diesem Fall auch die Auswirkungen in Grenzen gehalten. Nach Angaben der Feuerwehr hatte sich der Kletterer bei dem Unfall unter anderem eine Platzwunde am Kopf zugezogen.

Bei allen Sportarten sind allerdings Unfälle nicht völlig vermeidbar und lassen sich nicht völlig ausschalten.

Der Verein bedauere die Unfälle sehr. Sie hätten aber unterschiedliche Ursachen und sich lediglich zufällig in einem geringen zeitlichen Abstand ereignet.

Rotenfels bei Bad Kreuznach ist kein Sportklettergebiet

Auf seiner Internetseite warnt der Alpenverein eindringlich: "Der Rotenfels ist kein Sportklettergebiet, sondern hat alpinen Charakter." Er sei deshalb nur für erfahrene Kletterer geeignet. Außerdem sei eine gute Ortskenntnis notwendig, um eine Kletterroute zu finden. Wer sich nicht auskenne, müsse sich deshalb von einem erfahrenen und ortskundigen Begleiter führen lassen.

Das Risiko liege immer in der eigenen Verantwortung der Kletterer, mahnt der Verein. Zur Frage der Kosten für die Rettungseinsätze und weiteren Folgen eines Kletterunfalls erklärt er, das sei von Fall zu Fall unterschiedlich. Alpenvereinsmitglieder seien in solchen Fällen versichert.

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