Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren bis in den späten Donnerstagabend in Mainz-Laubenheim im Einsatz, um zu verhindern, dass ein Baukran auf Wohnhäuser stürzt. Ein Sprecher der Mainzer Feuerwehr sagte auf Anfrage des SWR, dass ein Wasserrohrbruch die Straße unterspült hatte. Es habe die Gefahr bestanden, dass die Straße absackt und der Kran umstürzt.
13 Wohnhäuser wegen Gefahr durch umstürzenden Kran vorsorglich geräumt
13 angrenzende Wohnhäuser wurden vorsorglich geräumt. Es handelte sich laut Feuerwehr überwiegend um kleinere Mehrfamilienhäuser. Insgesamt 34 Anwohnerinnen und Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.
Der Kran war laut Feuerwehr zirka 20 Meter hoch und 28 Tonnen schwer. Er hätte bei einem Sturz nicht nur die Baustelle, sondern auch anliegende Häuser getroffen.
Firma klappt Ausleger ein und baut Kran in Mainz ab
Der Feuerwehrsprecher sagte, durch den Wasserrohrbruch sei die Baugrube geflutet worden. Ein Zusammenhang mit den jüngsten Regenfällen bestand demnach nicht. Die Einsatzkräfte sicherten den Kran, ein Fachmann des THW kontrollierte mögliche Bewegungen.
Das Wasser hatte zwei Stützen unterspült und die Standfestigkeit gefährdet. Am späteren Abend gelang es der betroffenen Kranfirma, den Ausleger einzuklappen und abzubauen.
Bewohner können wieder in ihre Häuser - ohne Wasser
Nach fünf Stunden konnte der Einsatz am späten Donnerstagabend beendet werden. Die Bewohner können in ihre Häuser zurückkehren. Allerdings musste in dem betroffenen Gebiet die Wasserversorgung abgestellt werden, bis das gebrochene Rohr repariert ist.
Wie die Stadt Mainz dem SWR mitteilte, wurde mit der Reparatur des Rohres direkt begonnen. Wann die Bewohner wieder Wasser haben, war in der Nacht auf Freitag noch nicht klar.