Brückenbauer in Israel

Dekan Olliver Zobel wird Propst in Jerusalem

Der rheinhessische Theologe Olliver Zobel wird Propst in Jerusalem und ist somit für die deutschsprachige evangelische Gemeinde zuständig. Er freut sich auf die Herausforderungen.

Teilen

Stand

Von Autor/in Karin Pezold, Corinna Lutz

Der Theologe Olliver Zobel wird neuer evangelischer Propst in Jerusalem. Der 57-Jährige tritt sein Amt am 1. Dezember an, das hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mitgeteilt. Olliver Zobel war bisher Dekan im Dekanat Ingelheim-Oppenheim - zuständig unter anderem für die Zusammenlegung von Gemeinden und für kirchliche Jugendarbeit. Bis 2019 war er Pfarrer in Bingen.

Zobel vertritt die Evangelische Kirche in Israel und Palästina

Als Propst kümmert sich Olliver Zobel in Jerusalem um die deutschsprachige evangelische Gemeinde in Israel und Palästina. Er leitet die kirchlichen Einrichtungen und repräsentiert die EKD vor Ort.

Zobel freut sich auf die Menschen

Zobel selbst freut sich auf Begegnungen im ökumenischen und interreligiösen Dialog. "Ich weiß noch nicht, wie ich damit umgehe, wenn sich viermal täglich die Warn-App aktiviert", räumte der gebürtige Hesse ein. Eine Vorstellung davon, was ihn vor Ort erwartet, hat er dennoch.

Sicherheitstraining vor Amtsantritt

Insgesamt fünf Jahre lang lebte er während des Theologiestudiums und danach mit seiner Frau bereits in der Region. Unter anderem leitete er in Latrun, auf halbem Weg zwischen Jerusalem und Tel Aviv, ein christliches Gästehaus. Dennoch wird der Pfarrer sich in den Monaten bis zum Antritt der neuen Stelle auf die Aufgabe und die Lebensumstände in Jerusalem gründlich vorbereiten - persönliches Sicherheitstraining inklusive.

Die Altstadt von Jerusalem aufgenommen im Jahr 2023. Zu sehen ist unter anderem das christliche Viertel mit der deutschen evangelischen Erlöserkirche.
Die Altstadt von Jerusalem aufgenommen im Jahr 2023. Zu sehen ist unter anderem das christliche Viertel mit der deutschen evangelischen Erlöserkirche.

Dialog zwischen den Religionen

Angesichts der angespannten Lage im Nahen Osten sagte Kirchenpräsidentin Susanne Bei der Wieden über das Probstamt in Jerusalem: "Es steht für die verlässliche Präsenz unserer Kirche, für Dialogbereitschaft zwischen Religionen und Kulturen und für das unermüdliche Eintreten für Frieden und Gerechtigkeit."

Wegen des Krieges konnten zuletzt keine Veranstaltungen der deutschen evangelischen Kirche in der Jerusalemer Altstadt stattfinden. Es gibt unter anderem Online-Gottestdienste, die per Zoom übertragen werden. Dazu zählt auch ein Friedensgebet, das regelmäßig stattfindet.

Mainz

Ausstellung im Mainzer Landesmuseum „Shalom am Rhein“ zeigt Judentum in Rheinland-Pfalz vom Mittelalter bis heute

Von mittelalterlichen Gesetzen bis zu koscherem Essen: Spannend und lehrreich präsentiert die neue Schau im Mainzer Landesmuseum jüdisches Leben am Mittelrhein damals und heute. im Zentrum steht der Dialog.

SWR Kultur am Mittag SWR Kultur

"Wo hat es in der Geschichte gescheitert, zu verhindern, dass die Nazis so weit kommen" Wie die Geschichte der Juden im Hunsrück Jugendliche von heute bewegt

Schülerinnen diskutieren beim Besuch der ehemaligen Synagoge Laufersweiler über die jüdische Kultur auf dem Hunsrück und ihr Ende in der NS-Zeit.

Landesschau Rheinland-Pfalz SWR RLP

Mainz

Vorarbeiten haben begonnen Am Jüdischen Friedhof in Mainz entsteht Besucherpavillon

Der alte Jüdische Friedhof in Mainz gehört zum UNESCO-Welterbe. Ein geplantes Besucherzentrum soll bald Gestalt annehmen.

SWR4 RP am Morgen SWR4 Rheinland-Pfalz

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Karin Pezold
Corinna Lutz
Corinna Lutz ist Reporterin im SWR Studio Mainz

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir Ihnen, woher wir unsere Infos haben!