Der Mann war offenbar schon zwischen dem Wiesbadener Kreuz und der Anschlussstelle Raunheim auf dem Parkplatz Johannispfad in der falschen Richtung auf die A3 aufgefahren. Von dort aus setzte er seine Geisterfahrt bis Idstein fort - unbeirrt von Dutzenden entgegenkommender Autos.
Mehrere Autos mussten Falschfahrer ausweichen
Am späten Sonntagabend gingen die ersten Notrufe bei der Polizei ein. Mehrere Autofahrer meldeten, dass sie einem hellgrauen oder weißen Pkw ausweichen mussten, der in der falschen Richtung unterwegs sei.
Eine Polizeistreife fuhr dem Fahrzeug entgegen und warnte die übrigen Verkehrsteilnehmer mit Blaulicht. Der Falschfahrer fuhr aber unbeeindruckt an dem Polizeiwagen vorbei. Auch durch den Stau, der durch die Warnung der Polizei entstanden war, schlängelte sich der Fahrer slalomartig durch.
Quergestellter Sattelzug beendet Geisterfahrt auf A3
Eine zweite Streife stoppte dann in Höhe Idstein den kompletten Verkehr auf der A3 Richtung Süden. Ein Lkw-Fahrer stellte zusätzlich seinen Sattelzug quer, um so eine Barriere für den Falschfahrer zu errichten.
Als der Falschfahrer diese Barriere erreichte, stoppte er laut Polizei sein Auto, wendete und fuhr nun korrekt in Richtung Süden zurück. Drei Streifenwagen der Autobahnpolizei Wiesbaden konnten das Fahrzeug schließlich nach wenigen Kilometern stoppen und den 41-Jährigen auf der Autobahn festnehmen.
Frontalzusammenstoß auf B41 Falschfahrer verursacht tödlichen Unfall bei Bad Kreuznach
Ein 81-jähriger Falschfahrer ist am Freitag auf der B41 bei Bad Kreuznach in den entgegenkommenden Verkehr gefahren. Der Mann starb, zwei weitere Personen wurden verletzt.
Falschfahrer hatte 2,31 Promille beim Alkoholtest
Der rumänische Falschfahrer stand deutlich unter Alkohol. Ein Test ergab einen Wert von 2,31 Promille. Es stellte sich heraus, dass der Mann in Deutschland gar nicht mehr Auto fahren darf, da er schon früher mehrmals wegen Trunkenheit am Steuer aufgefallen war.
Er musste nun seinen rumänischen Führerschein abgeben und verliert nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft auch sein Auto. Die Autobahnpolizei Wiesbaden sucht noch weitere Zeugen, insbesondere Verkehrsteilnehmer, die beobachtet haben, wie der Mann falsch auf die Autobahn fuhr, oder ihm ausweichen mussten. Zeugen wenden sich bitte an die Autobahnpolizei Wiesbaden unter der Telefonnummer: 0611 - 345-4140.
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