Bei Einbrüchen ins Eis zählt jede Minute

Feuerwehr Alzey übt Eisrettung im Wartbergbad

Die Freiwillige Feuerwehr Alzey hat die frostigen Temperaturen für eine seltene, aber lebenswichtige Übung genutzt: die Rettung von Menschen, die im Eis eingebrochen sind.

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Von Autor/in Ilona Hartmann

Wenn jemand ins Eis einbricht, zählt jede Sekunde. Denn das kalte Wasser entzieht dem Körper extrem schnell Wärme. Nur wenige Minuten reichen für eine Unterkühlung aus.

Übung in speziellen Anzügen zur Eisrettung

Es geht bei der Eisrettung also im wahrsten Sinne des Wortes um Leben oder Tod. Jeder Handgriff muss sitzen und deshalb regelmäßig geübt werden. Die Freiwillige Feuerwehr Alzey hat dafür den perfekten Ort gefunden: das zugefrorene Schwimmerbecken im Wartbergbad in Alzey.

Zwei Feuerwehrleute hängen an Leinen im eiskalten Wasser des Wartbergbades in Alzey.
Zwei Feuerwehrleute hängen an Leinen im eiskalten Wasser des Wartbergbades in Alzey.

Dort übten die Einsatzkräfte den Umgang in speziellen Eis- und Wasserrettungsanzügen und sicherten sich mit Leinen, bevor es auf das brüchige Eis und damit ins eiskalte Wasser ging. Ziel war es, verschiedene Techniken zur Rettung von Personen aus dem Eis zu trainieren - von der Sicherung über die Annäherung bis hin zur Bergung.

Dank an Wartbergbad Alzey

Die Freiwillige Feuerwehr bedankte sich anschließend ausdrücklich beim Bäderbetrieb Alzey GmbH, der diese besondere Übung ermöglicht hatte.

Ohne solche Gelegenheiten ist eine praxisnahe Vorbereitung unserer Feuerwehrleute kaum möglich.

Und auch der Alzeyer Bürgermeister Steffen Jung betonte, wie wichtig Vorbereitung und Routine für den Ernstfall sind. Dank solcher Übungen könnten sich Bürgerinnen und Bürger darauf verlassen, dass die Feuerwehr im Notfall in kürzester Zeit die richtige Hilfe geben könnte.

"Dass solche Übungen oft in der Freizeit auf ehrenamtlicher Basis und in diesem Fall unter besonders widrigen Bedingungen stattfinden, verdient höchsten Respekt und Anerkennung."

Feuerwehr Alzey warnt vor Eisflächen

Die Feuerwehr Alzey warnt eindringlich davor, zugefrorene Seen oder Bäche zu betreten. Die niedrigen Temperaturen der vergangenen Tage hätten noch nicht zu einer sicheren Eisschicht geführt. Denn die müsse mindestens 15 Zentimeter dick sein, um tragfähig zu sein. Ihre Empfehlung: lieber am Ufer bleiben und die Winterkulisse genießen.