Der Frankfurter Flughafen wird immer größer: Das neue Terminal 3 ist so groß wie 25 Fußballfelder. Der Flughafenbetreiber Fraport ist mächtig stolz auf den erfolgreichen Abschluss des Großprojekts. Trotz Pandemie, Ukraine-Krieg und Störungen der globalen Lieferketten sei es gelungen, das neue Terminal planmäßig und im vorgegebenen Budget zu realisieren.
Schon jetzt ist es zu laut in Mainz und Rheinhessen
In Mainz und Rheinhessen leiden viele Menschen unter dem Fluglärm, den der Rhein-Main-Airport mit sich bringt. Die Stadt Mainz hat auf Anfrage mitgeteilt, es sei seit Jahren deutlich zu laut im Rhein-Main-Gebiet. Die Grenze der erträglichen Flugbewegungen sei längst erreicht.
Die Eröffnungsfeier ist eine Trauerfeier für die lärmgeplagte Region, zu der schaler Sekt gereicht wird.
Wächst der Flughafen Frankfurt wirklich so stark?
Genauso sieht es auch die Initiative Klima-, Umwelt- und Lärmschutz im Luftverkehr mit Sitz in Mainz: Sprecher Lars Nevian sagt, Terminal 3 sei ein "Symbol für Fehlplanung, Umweltzerstörung und Größenwahn". Die Initiative erwartet, dass der Frankfurter Flughafen ohnehin nicht mehr so wächst wie noch bei der Planung des Terminals angenommen.
Die Ausbauprognosen für den Frankfurter Flughafen haben sich durch zahlreiche Krisen und Konkurrenz-Drehkreuze geradezu pulverisiert.
Wird es mit Terminal 3 noch lauter?
Fraport teilt auf Anfrage mit: Die Starts und Landungen werden weiter über die bestehenden Bahnen und den bisherigen An- und Abflugrouten abgewickelt. Insofern ändere sich auch nichts an der Lärmbelastung.
Mit der Inbetriebnahme von Terminal 3 ist nicht automatisch mit einem Anstieg des Fluglärms zu rechnen.
Das neue Terminal soll erstmal die Aufgaben von Terminal 2 übernehmen. Alle Airlines, die aktuell im Terminal 2 angesiedelt sind, ziehen ins Terminal 3 um. Dann wird das Terminal 2 außer Betrieb genommen und technisch modernisiert. Die Modernisierung soll laut Fraport acht Jahre dauern.
Trotzdem kann Fraport bis zu 25 Millionen Passagiere pro Jahr mehr bedienen mit dem neuen Terminal. Voraussetzung ist aber, die Weltwirtschaftslage und politische Krisen lassen das zu.