Positive Zwischenbilanz zu Pilotprojekt

Zugbegleiter kontrollieren im Tandem die Fahrscheine: Neues Treffen zur Sicherheit im Mai

Die Deutsche Bahn setzt seit dem 13. April in vielen Nahverkehrszügen und S-Bahnen in Rheinland-Pfalz Zweier-Teams als Zugbegleiter ein und zieht eine positive Zwischenbilanz. Im Mai steht ein neues Treffen zur Sicherheit an.

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Stand

Die Doppelbesetzung soll rund zweieinhalb Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in einem Regionalzug in der Westpfalz für mehr Sicherheit im Zug sorgen. Und das klappt offenbar.

So habe man mindestens zwei gefährliche Situationen durch den Einsatz der Doppelteams entschärfen können, teilte die Vorsitzende der Regionalleitung DB Regio Mitte, Silke Janser, mit. Das zeige die "schnelle Wirksamkeit der Doppelbesetzung". Der Einsatz der Teams bei der Ticketkontrolle ist eine Reaktion auf den Tod des Zugbegleiters Serkan Calar. Er war im Februar bei Landstuhl von einem Fahrgast erschlagen worden. Die doppelte Besetzung war laut Bahn aber auch ein großer Wunsch vieler DB-Beschäftigter.

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Eingesetzt werden die Doppelteams unter anderem in der Vorderpfalz auf allen Linien der S-Bahn Rhein-Neckar, auf den Expresslinien von Ludwigshafen nach Koblenz und nach Mainz und den Regionalbahnen rund um Bad Dürkheim und Grünstadt. Auch in Rheinhessen gibt es Doppelteams auf den Linien Richtung Ludwigshafen sowie den Regionalbahnen rund um Alzey und Bingen. Auch in der Westpfalz gibt es Doppelteams Richtung Saarbrücken und Ludwigshafen und der Alsenztalbahn von Kaiserslautern nach Bingen. Ebenso eingesetzt werden die Zweier-Zugbegleiter entlang der Mosel und nach Wasserbillig und auf der Trierer Weststrecke.

Neues Treffen für mehr Sicherheit im Mai

Wie lange das Pilotprojekt läuft, ist noch unklar. Allerdings steht im Mai in Mainz ein weiteres Treffen für mehr Sicherheit beim Bahnpersonal an. Dann soll das weitere Vorgehen besprochen werden.

Eder: Foto auf Deutschland-Ticket und Body-Cams

Erste Stellungnahmen gibt es aber bereits. Denn nicht nur die Bahn zieht eine positive Zwischenbilanz. Die rheinland-pfälzische Mobilitätsministerin Katrin Eder (Grüne) lobte das Projekt. Zudem sei auf der Verkehrsministerkonferenz einem Antrag stattgegeben worden, der ein Foto auf dem Deutschland-Ticket fordert, um Konfliktsituationen zu vermeiden. "Und das nächste ist das Thema Body-Cams, wo wir auch in gutem Austausch sind mit dem Landesdatenschutzbeauftragten."

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