Seit September vergangenen Jahres ist die Müllabfuhr im Kreis Alzey-Worms teurer geworden. Vor allem die neuen Regeln für den Restmüll waren lange diskutiert worden: Lediglich vier Leerungen sind in der Grundgebühr von 74 Euro enthalten. Jede weitere Leerung im Jahr muss extra bezahlt werden. Ein Chip in der Tonne zählt die Leerungen. Die Umstellung zeigt nun Wirkung.
Neue Gebühren ab 1. September Für weniger Restmüll - Kreis Alzey-Worms erhöht die Müllgebühren
Jetzt steigen die Gebühren für den Müll im Kreis Alzey-Worms. Und das, obwohl der Abfall seltener abgeholt wird als bisher. Damit soll die Müllmenge reduziert werden.
Laut der aktuellen Zahlen ging die Menge an Restmüll im Kreis im Schnitt um fast 40 Prozent zurück. Umgekehrt stieg die Menge an Plastikmüll um rund 20 Prozent und die Menge an Bioabfällen um fast 13 Prozent. Daraus lässt sich schließen: die Bürger trennen ihren Müll jetzt besser. Es landet nicht mehr alles in der Restmülltonne.
Weniger Restmüll heißt weniger Kosten für den Kreis
Für den Kreis bedeutet das deutliche Einsparungen, denn Transport und Verbrennung des Restmülls kosten Geld. Im vergangenen Jahr waren es noch 180 Kilo Restmüll pro Kopf, der im Müllheizkraftwerk landete. Wenn die Menge an Restmüll um 40 Prozent sinke, können die Müllgebühren künftig stabil bleiben. Das sagte Landrat Heiko Sippel kurz nach der Einführung der neuen Gebührenordnung. Laut der jüngsten Zahlen scheint das Ziel erreicht.
Papier und Pappe nahezu gleich
Auch die Menge an Sperrmüll und Altholz ist in den vergangenen Monaten gestiegen. Es scheint, dass auch hier die Bürger im Kreis besser darauf achten, was sie wie entsorgen. Lediglich die Menge an Papier und Pappe ist nahezu unverändert.