"Save Our Streets" oder kurz SOS nennt sich die Kampagne, mit der die Stadt Ludwigshafen dem achtlosen Hinterlassen von Müll im Stadtgebiet den Kampf ansagen will.
Die Kampagne soll Bürgerinnen und Bürger bewusst niedrigschwellig und einfach für das Müllproblem in der Stadt sensibilisieren.
Kampage gegen Müll: Plakate, Aktionen und hohe Bußgelder
Im Rahmen der Kampagne werden stadtweit Plakate aufgehängt und auch im Internet soll die Kampagne beworben werden. Außerdem seien verschiedene Aktionen seien geplant, sagte Klaus Peter Nebel, Leiter der zuständigen Wirtschaftsbetriebe Ludwigshafen (WBL) bei der Kampagnenvorstellung.
Gleichzeitig soll die Kampagne bewusst auch Aufmerksamkeit auf die hohen Bußgelder für das achtlose Hinterlassen von Müll lenken. Für das Wegwerfen eines Kaffeebechers können zum Beispiel bis zu 250 Euro Strafe fällig werden. Für das unerlaubte Abstellen von Sperrmüll sogar bis zu 2500 Euro.
Oberbürgermeister Blettner zeigt sich optimistisch
Im Gespräch mit dem SWR zeigte sich Ludwigshafens Oberbürgermeister Klaus Blettner (CDU) vorsichtig optimistisch, dass die Kampagne das Müll-Problem verbessern könne.
"Ich bin nicht so naiv, dass ich denke, dass man mit Plakaten den Durchbruch direkt schafft, aber wir müssen einfach an dem Thema dranbleiben", sagte Blettner. Deswegen sei er "mittel- und langfristig optimistisch".
Die Stadt wolle sich auch nicht reich machen mit Bußgeldern, aber die Leute sollten spüren, dass es teuer werden könne, wenn man einfach seinen Müll unerlaubt irgendwo abstelle, so Blettner.
2025 hatte die Stadt Ludwigshafen für das unerlaubte Entsorgen von Müll knapp 93.000 Euro mit Bußgeldern eingenommen. Finanziert wird die "Save Our Streets"-Kampagne von der Stadt mit bis zu 75.000 Euro.