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Zigarettenkippen und Lagerfeuer: Hohe Waldbrandgefahr in Rheinhessen

Die Waldbrandgefahr an der Nahe und in Rheinhessen steigt. Schon ein einziger Funken kann ein verheerendes Feuer auslösen.

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Von Autor/in Vanessa Siemers

Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und die Temperaturen sind angenehm warm: Viele Menschen treibt es deswegen raus in die Natur. Doch genau damit steigt auch die Gefahr von Waldbränden.

Robin Feldmann ist einer der beiden Forstrevierleiter aus dem Binger Wald. Er erzählt, dass momentan viel trockenes Laub auf den Waldböden liegt. Da sich das Laub leicht entzünden kann, könne auch schnell ein Waldbrand entstehen. Deswegen haben die Forstämter in der Region auch eine Rufbereitschaft eingerichtet, um im Brandfall schnell reagieren zu können.

Die Situation ist sehr angespannt. Es besteht derzeit eine hohe Waldbrandgefahr.

Symbolbild: Schon ein einziger Funken kann einen Waldbrand auslösen, auch in Rheinhessen und an der Nahe.
Symbolbild: Schon ein einziger Funken kann einen Waldbrand auslösen, auch in Rheinhessen und an der Nahe. picture alliance/dpa/EUROPA PRESS | Adrián Irago

Totholz als eine Art Brandbeschleuniger

Sein Kollege Klaus Günter, der für das Forstrevier Nahe-Glan zuständig ist, bestätigt die Beobachtung. "Momentan hat das Laub noch seine volle Blattform und kann sich deswegen leicht entzünden. Je weiter es in Richtung Sommer geht, desto mehr wird es zersetzt. Aber jetzt eben noch nicht", sagt er.

Hinzu komme, dass bei ihm im Wald viel Totholz liege, wodurch sich das Feuer schnell ausbreiten könne. "Wenn das Feuer erst einmal an ist, kann es sich durch das Totholz schnell verbreiten", erzählt er. "Das trockene Laub brennt schnell ab. Aber wenn das Feuer erst einmal das Holz erreicht hat, dann brennt es deutlich länger", erklärt er weiter.

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Frühjahre werden immer trockener

Trotz der zunehmenden Trockenheit in den vergangenen Jahren gibt es im Forstrevier von Klaus Günter bisher nicht mehr Waldbrände als früher. Die Gefahr dafür steige aber, sagt er. Auch sein Kollege Robin Feldmann befürchtet, dass die trockenen Frühjahre zu mehr Bränden führen könnten, denn: Ein einziger Funken könne ausreichen, um einen Waldbrand auszulösen.

Deswegen bitten die Förster in Rheinhessen und an der Nahe weiterhin eindringlich darum, keine Zigarettenkippen wegzuwerfen oder Lagerfeuer zu machen. Außerdem sollte man sein Auto nie auf trockenem Gras oder Laub abstellen, weil sich das durch heiße Katalysatoren entzünden könnte. Und: Wer im Wald irgendwo Rauch aufsteigen sieht, sollte sofort die Feuerwehr informieren.

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Vanessa Siemers
SWR-Redakteurin Vanessa Siemers

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