Die Delegierten der SPD-Ortsverbände der Verbandsgemeinde Nieder-Olm stimmten am Donnerstagabend mehrheitlich Schmitts Kandidatur zu. Zuvor hatten fünf der sieben Ortsverbände schon grünes Licht gegeben.
Der Vorsitzende der SPD Nieder-Olm, Eric Schmahl, sagte dem SWR, er freue sich über das "klare Abstimmungsergebnis." 60 Prozent der 39 Delegierten hätten für Andreas Schmitt gestimmt. Vor der Abstimmung habe es eine "offene und ehrliche Diskussion" gegeben.
Der 63-jährige Andreas Schmitt soll dem langjährigen Verbandsbürgermeister Ralph Spiegler von der SPD ins Amt folgen. Die Wahl zum VG-Bürgermeister ist kommendes Jahr am 22. März. Als weiterer Kandidat steht bereits der aktuelle Nieder-Olmer Stadtbürgermeister Dirk Hasenfuss (FWG) fest.
Schmitts Kandidatur war Überraschung
Andreas Schmitt hatte Anfang September für eine echte Überraschung gesorgt, als er verkündete, er wolle VG-Bürgermeister werden. Der 63-Jährige ist als Sitzungspräsident der Fastnachtssitzung "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" bundesweit bekannt geworden.
Im Interview mit dem SWR hatte er nach der Ankündigung seiner Kandidatur betont, er mache neben der Fastnacht auch seit 35 Jahren Kommunalpolitik, mit der Kandidatur schließe sich für ihn ein Lebenskreis.
Lob und Kritik für Schmitts Kandidatur
Nina Kinkel, Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der SPD in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm, hatte Schmitts Kandidatur als "Kracher" bezeichnet. Der Vorsitzende der SPD Nieder-Olm, Eric Schmahl, hatte Schmitts "Haltung für Toleranz und Mitmenschlichkeit" hervorgehoben.
Schmitt selbst sagt über sich: "Ich bin überzeugter Sozialdemokrat und finde, dass es gerade in diesen Zeiten eine klare Haltung und eine deutliche Stimme braucht."
Nach Angaben von Eric Schmahl gab es auch kritische Stimmen zur Kandidatur Schmitts. "Das spiegelt den parteiinternen Prozess wider und gehört zur demokratischen Kultur dazu", so Schmahl.
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