Schritt zu mehr Klimaschutz

Weniger Asphalt und mehr Grün in Mainz

In Mainz sollen 810 Quadratmeter von Asphalt befreit werden. Die Aktion ist Teil des Wettbewerbs „abpflastern“. Städte, Vereine und Privatpersonen sollen so motiviert werden, Flächen zu entsiegeln.

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Von Autor/in Damaris Diener

Insgesamt sieben kleinere und größere Flächen in der Mainzer Neu- und Altstadt sollen grüner werden. Die Stadt will dort Bäume pflanzen, Beete anlegen und auch neue Sitzmöglichkeiten schaffen. Unter anderem sollen verschiedene Insektenarten so Futter finden und das Mikroklima verbessert werden.

Viele Flächen in Mainz versiegelt

Nach einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe aus dem Jahr 2024 gibt es nämlich in Mainz viele versiegelte Flächen und zu wenig Grün. Somit heize sich die Stadt im Sommer stark auf, bemängelt die Deutsche Umwelthilfe.

Das Entsiegeln ist keine leichte Arbeit, es sind viele Absprachen notwendig.

Flächen entsiegeln ist komplex

Flächen zu entsiegeln sei leichter gesagt als getan, sagt die Mainzer Umweltdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne). Es seien viele Absprachen notwendig, man müsse zum Beispiel auf Rettungswege und Feuerwehrzufahrten achten und auch, ob die jeweilige Fläche überhaupt im Besitz der Stadt Mainz sei.

Entsiegelung wegen des Klimawandels: Altenauergasse Ecke Hintere Christofsstrasse soll der Asphalt verschwinden.
Die Stadt Mainz will für mehr Grün sorgen. Hier zum Beispiel soll der Asphalt auf der Fläche Altenauergasse/Ecke Hintere Christofsgasse verschwinden.

Angespannte Haushaltslage in Mainz

Und es geht auch ums Geld, denn der Haushalt der Stadt sieht nicht besonders rosig aus. Er muss erst noch genehmigt werden. "Wenn alles klappt, können wir mit ersten Arbeiten im Juli oder August starten", sagt Janina Steinkrüger.

Bürger und Bürgerinnen zum Mitmachen aufgerufen

Aber nicht nur die Stadt entsiegelt Flächen, auch Privatpersonen, Vereine, Unternehmen und Initiativen können bei dem Wettbewerb "abpflastern" mitmachen. Wer auf seinem eigenen Grundstück Asphalt entsiegelt, kann für die Stadt Punkte sammeln.

Mainzer Stadtrat muss noch zustimmen

Das Projekt kostet laut der Mainzer Umweltdezernentin 850.000 Euro. 60 Prozent davon seien durch Fördermittel des Bundes abgedeckt. Der Stadtrat muss in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch noch zustimmen.

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Damaris Diener
Damaris Diener ist Reporterin im SWR Studio Mainz und bei Das Ding

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