Gut reagiert

Oberleitung gerissen - Gleisarbeiter in Wiesbaden rettet sich mit Sprung

Ein Gleisarbeiter hat sich auf einer Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden schwer verletzt. Als die Oberleitung riss, rettete er sich geistesgegenwärtig mit einem Sprung vom Bahndamm.

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Von Autor/in Golo Schlenk

Der 30-jährige Mann war am späten Mittwochabend mit Gleisarbeiten auf der Kaiserbrücke beschäftigt, als plötzlich über ihm die Oberleitung abriss. Wie die Feuerwehr Wiesbaden mitteilte, reagierte der Mann sofort und sprang von den Gleisen.

Dadurch rettete er vermutlich sein Leben, weil der Starkstrom aus der Oberleitung bei der Berührung mit dem Boden in die Erde geleitet wird. Durch Bahn-Oberleitungen fließen 15.000 Volt – das ist 65 Mal so viel wie in der Steckdose zu Hause. 

Bahnstrecke zwischen Mainz und Wiesbaden war gesperrt

Bei der Landung verletzte sich der 30-Jährige schwer am Knöchel und stürzte einen Abhang hinunter. Die Bahnstrecke zwischen Mainz und Wiesbaden musste nach dem Unfall voll gesperrt werden. Die Bahn schaltete die Oberleitung vorübergehend ab.

Um den Mann aus dem schwer zugänglichen Gelände am Hang zu retten, setzte die Feuerwehr ein Drehleiterfahrzeug ein. 20 Einsatzkräfte konnten den Gleisarbeiter schließlich retten. Er wurde ins Krankenhaus gebracht.

RLP

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Golo Schlenk
Golo Schlenk ist Reporter im SWR Studio Mainz